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Warten auf Verpflegungsgeld

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Von: Bea Ricken

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Das Verpflegungsgeld lässt auf sich warten
Jetzt heißt es warten: Die privat ankommenden Geflüchtete sind auf Spenden angewiesen, da das Verpflegungsgeld auf sich warten lässt. © epd-bild / Jens Schulze

Während Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften sofort versorgt wurden, warten privat Angekommene bis zu zwei Wochen auf das erste Geld für Lebensmittel

Kassel – Die Zahl der Ukrainer, die im Landkreis Kassel ankommen, sinkt. Damit verkürzen sich derzeit auch die Aufnahmemodalitäten für die Neuankömmlinge. Während die Schutzsuchenden in den vergangenen Wochen in den Gemeinschaftsunterkünften sofort versorgt wurden, warteten privat Angekommene bis zu zwei Wochen auf ihr erstes Geld für Lebensmittel.

Diese Spanne hat sich zwar inzwischen verkürzt, aber Geflüchtete sind nach wie vor zeitweise auf die Hilfe von Verwandten, gastfreundlichen Menschen oder Spenden angewiesen.

Die zweiwöchige Wartezeit sei einfach der hohen Zahl an ankommenden Geflüchteten geschuldet gewesen“, erklärt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Überbrückungsgeld gibt es nach wie vor erst gut eine Woche nach der Registrierung

Dauerte es in den vergangenen vier Wochen ein paar Tage, um einen Termin für die Registrierung in Ful-dabrück online zu ergattern, so seien inzwischen täglich Termine verfügbar.

Überbrückungsgeld gibt es nach wie vor erst gut eine Woche nach der Registrierung. In Fuldabrück gebe es keine Möglichkeit, größere Geldbeträge vorzuhalten.

Daher müssten die Geflüchteten warten, bis sie einen Anruf von der zuständigen Sachbearbeiterin erhielten. 2959 Ukrainer sind derzeit im Landkreis Kassel gemeldet. Davon haben laut Kühlborn 2815 Geldzahlungen erhalten.

Das Geld kann bei Kreiskassen in Kassel, Hofgeismar oder Wolfhagen ausgezahlt werden

Das Geld könne bei den Kreiskassen in Kassel, Hofgeismar oder Wolfhagen ausgezahlt werden. Die Fahrt nach Kassel müssten die Schutzsuchenden aus den Altkreisen Hofgeismar und Wolfhagen somit laut Kühlborn nicht mehr antreten.

Von den 2959 ukrainischen Geflüchteten im Landkreis sind die meisten (313 Personen) in der Erstaufnahme Fuldabrück untergebracht. In Baunatal leben 307 und in der Gemeinschaftsunterkunft Lohfelden 225 Geflüchtete.

An vierter Stelle steht schon Wolfhagen mit 217 Geflüchteten, die in privaten Wohnungen leben.

Für 2900 Menschen hat der Landkreis inzwischen Wohnraum gemeldet bekommen

Für 2900 Menschen hat der Landkreis inzwischen Wohnraum gemeldet bekommen. Dieser sollen ab Mai nach und nach belegt werden.

Private Vermieter, die Geflüchtete in Wohnungen unterbringen, müssen zur Übernahme der Mietkosten eine Mietbescheinigung beim Landkreis einreichen.

Das gilt auch für Wohnungsgeber, die noch keinen ukrainischen Mieter haben und dem Kreis Wohnraum anbieten. Kühlborn weist darauf hin, dass der Kreis zwar die Nebenkosten übernehme, nicht aber den Strom. (Bea Ricken)

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