Neue Herwig-Blankertz-Schule fast fertig - Start nach den Sommerferien in Ex-Kaserne

Warten auf den baldigen Umzug

Vor der neuen Herwig-Blankertz-Schule: Gerhard Greiner (Hegger, Hegger, Schleiff), Jürgen Happe (GHT), Landrat Uwe Schmidt, Anne Blumenstein (GHT), Karl Völksen (Schulleiter) und Ralf Franke (Landkreis Kassel). Foto:  Welch

wolfhagen. Es geht voran, in Kürze soll der Umzug beginnen. Die Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen freut sich auf den bevorstehenden Standortwechsel. Landrat Uwe Schmidt, Schulleiter Karl Völksen, Vertreter der Gesellschaft für Projektmanagement (GHT) und der Architekturfirma HHS in Kassel schauten sich gestern die neuen Räume auf dem früheren Pommernkasernen-Gelände an.

Nach den Sommerferien, im August, wollen die 1150 Schüler mit ihren Lehrern den Unterricht im neuen Umfeld beginnen. Landrat Schmidt spricht bei diesem Projekt von „Schwertern zu Pflugscharen und Panzerhallen zu Schulräumen“. Denn bis vor wenigen Jahren war im Gasterfelder Holz die Bundeswehr beheimatet. „Die Arbeiten sind bis auf wenige Dinge, die noch justiert werden müssen, abgeschlossen“, sagt der Landrat. Aus der Idee seines Vorgängers Dr. Udo Schlitzberger im Jahr 2006, die Schule neu entstehen zu lassen, sei nun Realität geworden.

Das sei die Initialzündung für einen Hessen-Campus, findet auch Schulleiter Karl Völksen. Die Umgestaltung des Bildungssystems werde am neuen Standort betrieben. Das Konzept, private und öffentliche Bildungsträger nebeneinander und in Absprache arbeiten zu lassen, wolle man in der Ex-Kaserne umsetzen. Mit etwa 9000 Quadratmetern in fünf Gebäuden habe man künftig etwa ein Drittel mehr Fläche zur Verfügung als am jetzigen Standort auf der Liemecke. Auch gebe es künftig neben der Werkstatt gleich einen Klassenraum. Praxis und theoretischer Unterricht könnten so besser miteinander verknüpft werden, sagt Völksen.

Der Umzug der Schule ist auch ein bedeutender Aspekt bei der Umwandlung von der Kaserne hin zu einem zivilen Quartier. Der architektonische Ansatz der Kasseler Firma HHS gilt als äußerst interessant. So wurde eine ehemalige Panzerhalle mit Trägerelementen in den Bau integriert. Beeindruckend ist ebenfalls das große Solardach, das seit Ende 2008 Strom erzeugt, der ins öffentliche Netz fließt. Und das bislang mit mehr Ertrag als erwartet. Statt, wie zunächst angenommen, damit rein rechnerisch 35 Einfamilienhäuser dauerhaft mit Strom versorgen zu können, seien es bislang sogar 38 Häuser, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn.

Für den reinen Schulbau waren rund 17,3 Millionen Euro eingeplant. Den Finanzrahmen könne man einhalten, so Landrat Schmidt. (awe)

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