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Weniger Weihnachtsbeleuchtung in den Kommunen

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Von: Johannes Rützel

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Wolfhagen verzichtet nicht komplett auf die Adventsbeleuchtung: Der Schmuck leuchtet dort dieses Jahr zehn Tage weniger als in den Vorjahren, wie hier zu sehen. ARCHI
Wolfhagen verzichtet nicht komplett auf die Adventsbeleuchtung: Der Schmuck leuchtet dort dieses Jahr zehn Tage weniger als in den Vorjahren, wie hier zu sehen. (Archivbild) © Norbert Müller

Wolfhagen reduziert Weihnachten 2022 den Festschmuck. Andere Kommunen machen es ähnlich oder verzichten sogar vollständig.

Wolfhager Land – Schneebedeckte Einkaufsstraßen mit geschmückten Christbäumen, festlichen Lichterketten und behängten Laternen: Zumindest Letzteres wird man dieses Jahr im Wolfhager Land nicht überall finden. Um Strom zu sparen, reduzieren die Gemeinden die Festbeleuchtung oder verzichten sogar vollständig darauf.

Der Grund dafür sind hohe Energiekosten, die die kommunalen Haushalte belasten. Außerdem wollen manche Gemeinden auch einen Beitrag dazu leisten, dass diesen Winter weniger Gas verstromt wird und mehr zum Heizen vorrätig ist.

Wolfhagen

Man könne nicht die öffentlichen Einrichtungen auf maximal 19 Grad temperieren, die Bürger zum Energiesparen aufrufen und dann bei der Adventsbeleuchtung keinen eigenen Beitrag leisten, sagt Erster Stadtrat Wolfhagens, Karl-Heinz Löber.

Dennoch möchte die Stadt Wolfhagen den Bürgern in diesen dunklen und von Krisen geprägten Tagen eine vorweihnachtliche Beleuchtung nicht gänzlich vorenthalten, ließ der Magistrat mitteilen. Schon seit Jahren verwende man außerdem energieeffiziente LEDs.

Der Schmuck leuchtet dieses Jahr in Wolfhagen nur vom ersten Adventssonntag bis zum 1. Januar und damit etwa zehn Tage weniger als im Vorjahr. Außerdem werden die Lampen täglich zweieinhalb Stunden kürzer eingeschaltet als zuletzt. Im Advent werden in der Kernstadt zwei Weihnachtsbäume und in den Stadtteilen jeweils ein Weihnachtsbaum aufgestellt.

Breuna

In Breuna spiele die Weihnachtsbeleuchtung keine große Rolle, schließlich gebe es keine großen Einkaufsstraßen, an denen sich das lohne, sagt Bauamtsleiter Stefan Raabe. Dennoch wird die Gemeinde festlich geschmückt: In jedem Ortsteil soll ein Weihnachtsbaum aufgestellt werden, behangen mit LED-Lichterketten, die nur wenig Strom verbrauchen.

Zierenberg

Außer am Weihnachtsbaum wird es in Zierenberg keinen leuchtenden Schmuck geben. Auch auf dem Weihnachtsmarkt sind keine besonderen Lichtinstallationen geplant, teilte Markus Rose von der Gemeinde Zierenberg mit. In den vergangenen Jahren war das Zentrum in Zusammenarbeit mit den ansässigen Geschäftsleuten mit Leuchtsternen geschmückt worden – in diesem Jahr sei das aber nicht zustande gekommen.

Naumburg

Die Stadt Naumburg verzichtet in diesem Jahr weitestgehend auf die gewohnte Weihnachtsbeleuchtung im öffentlichen Raum. Wie Bürgermeister Stefan Hable mitteilt, wird es in der Unteren Straße und in der Burgstraße dieses Jahr keine Weihnachtsbeleuchtung geben. Ebenso wird die Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern am Marktplatz und an der Stadtmauer nicht erstrahlen. Lediglich die Weihnachtsbäume in allen Stadtteilen werden wie bisher mit LED-Beleuchtung geschmückt.

„Wir zeigen uns hier solidarisch und verzichten auf die gewohnte Weihnachtsbeleuchtung, auch wenn man sicherlich die festliche Atmosphäre vermissen wird“, sagt Hable. Durch die Maßnahme spare die Stadt Energie und Kosten. Davon verspricht sich Hable einen Beitrag gegen die Klimaveränderung und einen positiven Effekt auf den städtischen Haushalt, in dem die steigenden Energiepreise Spuren hinterlassen. Der Bürgermeister hofft auf Verständnis und darauf, dass die Redewendung „weniger ist mehr“ zutreffe. „Denn dann könne man sich in diesen besonderen Zeiten umso intensiver an dem erfreuen, was man hat“, so der Rathauschef.

Habichtswald

Eine klassische Weihnachtsbeleuchtung mit Sternen an den Laternen gab es in Habichtswald auch in den Vorjahren nicht. „Wir sind da bescheiden, was öffentliche Beleuchtung angeht“, sagt Erster Beigeordneter Martin Rosowski. Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus wird allerdings geschmückt – mit effizienten LEDs die nur von 17 bis 21 Uhr eingeschaltet werden, teilte Martin Rosowski mit. Die Bäume vor den Dorfgemeinschaftshäusern müssen ohne Lichterketten auskommen.

Bad Emstal

Die Gemeinde Bad Emstal verzichtet dieses Jahr gänzlich auf Weihnachtsbeleuchtung. Vergangenes Jahr wurden noch Sterne an den Laternen aufgehängt, die laut Bürgermeister Stefan Frankfurth schon mit stromsparenden LEDs ausgerüstet waren. „Aber die verbrauchen natürlich trotzdem Strom“, sagt der Bürgermeister. Mit seiner Gemeinde will er einen Beitrag leisten, eine Gasmangellage diesen Winter zu verhindern, denn Strom sparen heiße diesen Winter auch Gassparen, meint Frankfurth.

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