Wenn Dani die Ärmel hochkrempelt

Daniela Eiser packt in Zierenberg an und hilft

Auch wenn das Schild um den Hals des Pferdes am Zierenberger Marktplatz nicht von ihr stammt, passt es doch so gut zu Daniela Eiser. Sie ist immer zur Stelle, wenn Hilfe benötigt oder neue Projekte angeschoben werden sollen.
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Auch wenn das Schild um den Hals des Pferdes am Zierenberger Marktplatz nicht von ihr stammt, passt es doch so gut zu Daniela Eiser. Sie ist immer zur Stelle, wenn Hilfe benötigt oder neue Projekte angeschoben werden sollen.

Sie kümmern sich um ihre Mitmenschen. Selbstloses Engagement eint die Alltagsengel unserer Serie. Heute: Daniela Eiser, stellvertretend für alle, die sich ehrenamtlich für alltägliche Projekte im Wolfhager Land einsetzen.

Zierenberg – „Die Dani vielleicht?“ Wann immer in Zierenberg nach Rat oder Hilfe gesucht wird, dauert es nicht lange, bis der Name von Daniela Eiser fällt. Ob in Kindergarten und Schule, bei der Organisation eines neuen Bauernmarktes oder dem Heranschaffen dringend benötigter Spenden: „Die Dani“ steht bereit und krempelt die Ärmel hoch, wann immer sie gebraucht wird.

All das tut sie mit gleicher Selbstverständlichkeit, mit der sie zigfach als Zierenberger Alltagsengel vorgeschlagen wird. Dass ihr das fast schon unangenehm ist, zeichnet die 42-Jährige aus. „Ich will doch nur helfen“, sagt sie und kann die Freude doch nicht verbergen, dass ihr Engagement gewürdigt wird. „Es tut schon gut, wenn die Menschen wahrnehmen, was ich tue“, sagt sie, um direkt klarzustellen: „Aber darum geht es mir nicht.“

Es gehe ihr einzig um die gute Sache, sagt sie, und man glaubt es ihr gern. Nicht ohne Grund macht sich die Zierenbergerin, die hauptberuflich im Wolfhager Krankenhaus an der Pforte arbeitet, seit Jahren für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ stark, engagiert sich im Sinne ihrer zwei Kinder und deren Freunde im Elternbeirat von Kindergarten und Schule oder macht kurzerhand beim DLRG eine Ausbildung, um im Sommer im prall gefüllten Freibad die Bademeisterin bei der Aufsicht zu unterstützen – alles, als wäre es das Normalste der Welt. Und wenn dann plötzlich eine Pandemie die Welt um sie herum auf den Kopf stellt, besucht sie ohne Murren eine Schulung beim Roten Kreuz, um – wenn Not am Mann ist – auch noch im örtlichen Testzentrum einspringen zu können oder beim so dringend gebrauchten und durch sie organisierten Schwimmkurs beim Testen der teilnehmenden Kinder zu helfen. „Ich musste einfach etwas tun, sonst hätten die Kinder ja noch ewig warten müssen, bis sie das Schwimmen hätten lernen können.“

Daniela Eiser sieht die Sache mit dem Helfen eben ganz pragmatisch: „Wo Hilfe gebraucht wird, helfe ich.“ Dass sie das mit Leidenschaft und jeder Menge Spaß tut, weiß jeder, der einmal mit ihr zu tun hatte. „Daniela hat ein riesiges Herz“, sagt Freundin Janine Dorr. „Sie kann einfach nicht Nein sagen, will es aber auch nicht, weil es ihr ein ehrliches Bedürfnis ist, Dinge anzuschieben und auf den Weg zu bringen.“

Dorr selbst habe sie schon bei vielen Projekten unterstützt, gemeinsam hätten sie etwa den Second-Hand-Basar im Bürgerhaus übernommen, als der auszusterben drohte. „Das ist beispielsweise so ein Projekt, dass uns selbst jede Menge Freude bringt“, ergänzt Eiser. „Dann damit auch noch Gutes bezwecken zu können, indem man die Erlöse spendet, ist doch ganz wunderbar.“

Gemeinsam mit anderen und immer mit Unterstützung der eigenen Familie in und um Zierenberg Netzwerke zu spinnen, sei ihr eine Herzensangelegenheit. Sie wolle eben nicht nur reden, sondern einfach machen, um so immer mehr Gemeinschaftsideen realisieren zu können und das Leben ein Stück lebenswerter zu gestalten. Wohl auch deshalb kann die engagierte Zierenbergerin ganz hervorragend damit leben, wenn es bei der Suche nach Freiwilligen fürs nächste Projekt wieder einmal heißt: „Die Dani vielleicht?“ (Sascha Hoffmann)

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