Deutsche Flugsicherung stimmt Plänen nicht zu

Windräder Breuna: Es verzögert sich

Seit fünf Jahren setzt Breuna auf Windenergie im Rhödaer Holz: Jetzt verzögert sich der Bau von fünf Anlagen erneut, nachdem die Deutsche Flugsicherung den Plänen nicht zugestimmt hat. Im Bild ist oberhalb der Autobahnbrücke die Gemeinde Breuna zu sehen, im Vordergrund liegt Volkmarsen. Archivfoto:  Wüllner

Breuna. Von der „unendlichen Geschichte“ Windenergie im Rhödaer Holz in Breuna berichtete Hauptsamtleiter Walter Schmand während einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus. Bereits vor fünf Jahren sei der Bebauungsplan aufgestellt worden, und es habe immer wieder nachgebessert werden müssen. Erst nach dem aufwändigen Bauleitplanverfahren teilte die Deutsche Flugsicherung nun mit, dass keine Genehmigungen erteilt werden könnten, weil sich die Winkel der Radarbereiche Warburg und Auenhausen (Nordrhein-Westfalen) dort kreuzten.

Bei den Plänen zuvor habe die Flugsicherung keine Einwände gehabt. Nun verzögere sich das Projekt erneut. „In fünf Monaten wissen wir mehr“, sagte Schmand.

Fünf Windenergieanlagen sollen im Rhödaer Holz gebaut werden. Breuna hat mit der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) im Jahr 2013 die Windpark Rhödaer Holz Breuna GmbH gegründet. Den Gesellschaftsvertrag haben die Gemeindevertreter beschlossen. Der Anteil am Stammkapital in Höhe von 50 000 Euro ist bereits im Haushaltsplan vorgesehen. Die Gemeinde erwartet jährliche Pachteinnahmen von 60 000 Euro für die ersten zehn Jahre und 66 000 Euro für weitere zehn Jahre. „Das ist eine unverzichtbare Einnahmequelle“, sagte Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD). (mow)

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