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125 Schüler des Haupt- und Realschulzweiges der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule verabschiedet

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Von: Tanja Temme

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Ein Lebensabschnitt endet: Die Verabschiedung der Haupt- und Realschüler der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule wurde groß gefeiert.
Ein Lebensabschnitt endet: Die Verabschiedung der Haupt- und Realschüler der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule wurde groß gefeiert. © Tanja Temme

Ein Drittel der Schülerinnen und Schüler startet nun in das Berufsleben.

Wolfhagen – Ein Trend ist es noch nicht, aber eine Tendenz ist erkennbar: Ein Drittel der Abgänger des Haupt- und Realschulzweiges der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen wollen eine Ausbildung antreten. Dieses wurde bei der Abschiedsfeier in der örtlichen Kulturhalle lobend zur Kenntnis genommen.

Für 125 der Schüler aus drei Realschulklassen und ebenso viel Hauptschulklassen steht in Kürze ein neuer Lebensabschnitt an. Wobei dieser sich für die meisten nicht maßgeblich verändern wird, wollen viele doch weiterhin die Schulbank drücken. Genau das hat auch Realschülerin Ines Wagner vor, die einen Glanznotendurchschnitt von 1,0 erreichte: „Ich bleibe hier an der Schule um Abitur zu machen“, erklärt die junge Frau aus Ehlen. Ihr werden es sechs weitere Schüler aus ihrem Schulzweig gleichtun. Hervorgetan hatte sich auch Leon Flörke aus Wettesingen. Er war mit einem Schnitt von 1,6 Bester im Hauptschulzweig.

Bevor den Absolventen im Klassenverband auf der Bühne ihre Zeugnisse übergeben wurden, richtete Schulleiter Ludger Brinkmann das Wort an die Abgänger. Dass diese die Hälfte ihrer Schulzeit mit besonderen Umständen zu kämpfen hatten, zeigte er in seiner Rede auf: So erwähnte er den Mord an Walter Lübcke im Jahr 2019, die Coronakrise und den aktuellen Krieg in der Ukraine. „Also alles andere als eine normale Schulzeit“, sagte Brinkmann. Auch wenn Klimawandel, Artensterben oder die Energiewende weitere Herausforderungen seien, so sei dieses dennoch keine „schreckliche Zukunftsperspektive“. Denn was das Berufsleben angehe, die Möglichkeit einen Ausbildungsplatz zu bekommen, seien die Chancen überaus gut. Dass sich dieses Jahr 42 Schüler für eine Ausbildung entschieden haben, begrüßte Realschulzweigleiter Oliver Rest sehr. In den Vorjahren wären es wesentlich weniger gewesen. Wo genau sie demnächst tätig sein werden konnte er zwar nicht sagen, wusste aber, „dass viele ins Handwerk gehen“.

Bei der Feierstunde wurden nicht nur die Jahrgangsbesten, sondern auch gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch gewürdigt wurden. Zudem bekam ein Schüler eine Anerkennung für sein soziales Engagement. Letzte gute Wünsche gab es auch von den Klassenlehrern. „Seid unbequem und stellt Fragen“, hieß es da etwa. Ein anderer wies darauf hin, dass das Lernen längst nicht abgeschlossen sei, „Bildung heißt ein Leben lang lernen“ oder auch „Durchhaltevermögen, Mut und eine gewisse Ernsthaftigkeit bei der Sache“ wurde den jungen Menschen mit auf den Weg gegeben.

Kurz fand auch der Unterricht während der Coronazeit Erwähnung. So wurde davon berichtet, dass es vorgekommen sei, dass einige im Schlafanzug oder vom Sofa aus die Inhalte verfolgt hätten und einmal sogar anstatt eines Schülers Donald Trump auf eine Frage geantwortet hätte.

Aufgelockert wurde die Zusammenkunft von Musik der schulischen Bigband. Nach der Verabschiedung ließen die Schüler im Klassenverband noch den Abend ausklingen. (Tanja Temme)

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