Besonderes Hobby

14-Jähriger Schüler aus Oelshausen züchtet in seiner Freizeit Wollschweine

Fünf kleine Schweine stehen hinter einem Zaun auf Erdboden unter einer Holzvorrichtung.
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Fünf kleine Racker: Die Wollschwein-Ferkel von Maxi Stiefel in Oelshausen haben ein tierisch gutes Leben. Die Elterntiere leben das ganze Jahr über draußen und wühlen sich durch das Gelände. Die Kleinen haben das bereits übernommen.

Er wollte einfach ein tierisches Hobby haben. Deshalb hat sich Maximilian „Maxi“ Stiefel vor zweieinhalb Jahren entschieden, Wollschweine zu züchten. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt.

Oelshausen – Fünf kleine Ferkel haben das Licht der Welt erblickt: Vier kleine Eber und eine kleine Sau tummeln sich nun mit der Ferkelmutter und deren Schwester auf dem Gelände bei Stiefels in Oelshausen. Der Eber Fredi ist in einem abgezäunten Bereich nebenan, damit es keinen Streit um den Nachwuchs gibt. Denn die Muttersau passt gut auf die Kleinen auf.

Mit seinem mittlerweile verstorbenen Uropa Friedrich Sälzer hat Maxi viel gemeinsam unternommen. Auf dem Trecker hat sich der jetzt 14-Jährige schon als kleiner Knirps wohlgefühlt. Jetzt packt er die Dinge selbst an und ist ein bisschen stolz, dass sein Uropa noch miterlebt hat, dass er sich für die Wollschweine entschieden hat. Und umgekehrt war auch der Uropa stolz auf Maxi, dass er sich ein landwirtschaftliches Hobby zugelegt hat.

Nach dem Kauf der ersten Wollschweine wurde alles ordnungsgemäß eingerichtet und vom Veterinäramt begutachtet, erklärte Maximilian Stiefel. Er kümmert sich um alles. Er war auch dabei, als die Ferkel geboren wurden. „Ich hab mich immer mal wieder eine Stunde hingelegt“, sagte er ganz selbstverständlich. Die Sau habe im Stall gelegen und er hätte hören können, wenn ein weiteres Ferkel geboren wurde.

Während der Lockdown-Zeit durch das Coronavirus hat er seine Freizeit dazu genutzt, Dickwurzeln anzubauen, die nun als Futter für die Wollschweine dienen. Ebenso lässt er auch Unkraut auf der Wühlfläche der Schweine stehen, damit auch Würmer im Boden zu finden sind. Die Wollschweine seien sehr saubere Tiere, wie der 14-Jährige erklärt. So würden sie ihr Geschäft nur an bestimmten Stellen verrichten, niemals aber dort, wo sie fressen oder schlafen.

Erfolgreicher Wollschweinzüchter: Maximilian Stiefel aus Oelshausen.

So begeistert wie Maxi von den Wollschweinen ist, so begeistert ist er auch von deren Fleisch. Denn eines wurde schon geschlachtet. „Das Fleisch ist sehr edel, gesund und hochwertig und schön marmoriert“, erklärte der 14-Jährige. Schmalz, Steaks, Gehacktes, Bratwurst und Pulled Pork habe es gegeben. Alles sei sehr schmackhaft gewesen.

Maxi ist Schüler der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen, und dort läuft es gut. Trotzdem freut er sich, dass er oft auch Unterstützung bei seinem Hobby erfährt. Seine Kumpels helfen ebenso, wie sein Cousin, mit dem er bei schlechtem Wetter öfter gemeinsam in der Halle nebenan werkelt. Und auch Maxis Mutter Melanie packt beim Füttern mit an.

Nach seinen Berufswünschen gefragt ist der 14-Jährige sehr klar: „Das wird eher ein Hobby bleiben, man muss ja auch davon leben können“, sagte Maxi. Ob er mal Abitur machen wird, könne er noch nicht sagen. Beruflich könnte er sich auch vorstellen, in die Fußstapfen seines Vaters Mark Stiefel zu treten. Der ist Stukkateurmeister. Aber darauf festlegen will er sich jetzt noch nicht.

Wenn er sich nicht um seine Schweine kümmert und nicht in der Halle etwas baut, dann sitzt er auch gerne mal am Computer. Da hat er einen Landwirtschaftssimulator, mit dem er sich gerne beschäftigt.

Jetzt will Maxi Stiefel aber zunächst die kleinen, derzeit fünf Wochen alten, Ferkel verkaufen. Eins oder zwei bleiben vielleicht bei ihm, das wird sich zeigen.

Kontakt: Wer Interesse an einem kleinen Wollschwein hat, meldet sich unter der Telefonnummer 05606 / 7143. (Monika Wüllner)

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