Kaum zu fassen

Ausgesetztes Federvieh bei Wolfhagen: Auf Hühnerjagd im Maisfeld

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Erwischt: Jolina Kronier gelang es, das verletzte Huhn einzufangen.

Auch am Sonntag hielten ausgesetzte Hühner Tierfreunde aus Wolfhagen, die das Federvieh einfangen wollten, in Atem.

Wolfhagen – Große Aufregung am Samstag in der Fredegasse in der Nähe des Wassertretbeckens in Wolfhagen. 

Etwa acht Hühner und ein Hahn, die sich dort im Maisfeld versteckten und offenbar ausgesetzt worden waren, konnten weder mit Futter noch mit Lockrufen aus dem Feld herausgelockt werden.

Alles, was Jürgen Winning und Karin Döhne (Philippinenthal), Doro Kronier und Tochter Jolina (Wolfhagen) beim Versuch, die Tiere einzufangen, erreichten, war protestierendes Krähen des Hahns und aufgeregtes Gackern der Hühner. 

Ein Huhn war bereits verletzt

Gegen Mittag gelang es Jolina Kronier, ein weißes Huhn nur mit den Händen einzufangen. Doch bei näherem Hinsehen entdeckte man auch den Grund, warum das Tier so schnell erwischt wurde. Seine Füße sind verletzt, weil sie wahrscheinlich mit einem Strick zusammengebunden waren.

Die vier Helfer waren gekommen, um die Hühnerschar zu retten, denn, da war man sich einig, sie waren von Unbekannten auf dem Feldweg Richtung Stadtwald ausgesetzt worden.

Tierfreunde sind entsetzt: "Wer macht den so was?"

Erwischt: Jolina Kronier gelang es, das verletzte Huhn einzufangen.

Die erste, die sie entdeckte, war die Wolfhagerin Jutta Wibke, die zusammen mit Tochter und ihren Hunden am Freitag dort entlang spazierte. Der danebenstehende Karton mit Wasserschale und Futter ließ darauf schließen, dass irgendjemand seine Hühner auf diese Weise loswerden wollte. Wibke ist immer noch fassungslos angesichts des Vorfalls. „Wer macht denn so was? Die armen Tiere haben doch in der freien Natur keine Chance“, sagte sie aufgebracht, denn die Hühner sind im Feld gegen Fuchs und Greifvögel machtlos.

Jutta Wibke verständigte außer der Polizei auch das Veterinäramt, die noch am Abend einen Mitarbeiter zur Einschätzung der Lage in die Fredegasse schickte. Mit viel Mühe und Unterstützung gelang es der jungen Frau noch am Freitag, neun Hühner zu fangen, die im Hühnerstall bei Familie Weymann untergebracht wurden.

Am Samstagmorgen entdeckte die Wolfhagerin Doro Kronier, die mit Tochter und Hund auf dem Feldweg unterwegs war, ebenfalls das Federvieh. Auch sie verständigte die Polizei und schrieb eine Mitteilung in den sozialen Medien, um vor allem vorbeikommende Hundebesitzer zu warnen.

Fang-Aktion ist schwierig: Hühnerschar versteckt sich im Maisfeld

Das wiederum brachte Jürgen Winning und Karin Döhne aus Philippinenthal auf den Plan. Sie besitzen selber eine kleine Hühnerschar im Garten und wollten die frei herumlaufenden Tiere einfangen und vorerst zu Hause versorgen. Doch bis zum Mittag war die Hühnerfangaktion nicht sehr erfolgreich verlaufen, denn bis auf ein Huhn befanden sich alle anderen noch im Maisfeld.

Schließlich gelang es einigen Wolfhagern, in der Dämmerung des Samstagabends noch weitere vier Tiere einzufangen. Sie und das verletzte weiße Huhn befinden sich vorerst in Obhut bei Familie Döhne in Phlippinenthal, die sich am Montag auch an das Ordnungsamt wegen des Vorfalls wenden wird.

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