Baum soll stehen bleiben

325-jährige Eiche am Habichtswaldsteig ist in der Mitte gerissen

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In der Mitte entzwei gerissen: Die alte Eiche an der Extratour H 7 des Habichtswaldsteiges im Stadtwald ist schwer beschädigt.

Wolfhagen. Die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen sind dem „Alten Riesen" zum Verhängnis geworden. Die mächtige Eiche auf der Extratour H7 des Habichtswaldsteiges im Wolfhager Stadtwald hat es in der Mitte zerrissen.

Friedrich Vollbracht, zuständiger Förster für den Stadtwald, wundert das nicht. „Der Baum ist 325 Jahre alt."

Der Baum sei quasi ein Greis, der schon seit vielen Jahren Alterserscheinungen aufweise. Die Braunfäule habe das Holz brüchig werden lassen, da reiche manchmal ein stärkerer Windstoß. Bis zum Tod des Baumes sei es ein langsamer Prozess. Noch ist ein Teil der Eiche belaubt und grün.

Marodes Holz: Friedrich Vollbracht hat Braunfäule entdeckt.

Der langsame Tod des alten Baumes schaffe auf der anderen Seite neues Leben. In Hohlstellen hätten sich zum Beispiel Fledermäuse einen Rückzugsraum erobert. Schon vor längerer Zeit entdeckte Vollbracht seltene Pilze, die sich an der Rinde entwickeln. Aus diesem Grund werde der Forst auch nicht ordnend eingreifen. „Wir lassen das alles so liegen wie es ist.“

Da verlege man aus Naturschutzerwägungen lieber wenn nötig den Weg ein Stück. Dies sei vor einiger Zeit am Hellen Platz nötig gewesen. Auch dort gibt es alte Bäume, die mittlerweile über 200 Jahre alt sind. Da habe man einen Zaun zur Sicherung gebaut und den Schwesternweg etwas nach vorne verlegt, berichtet Friedrich Vollbracht. 

www.habichtswaldsteig.de

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