Konzert im Kulturladen: Mit 6-Zylinder folgte Gänsehaut auf Klamauk

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Begeisterten beim Winterfestival mit Witz und viel Stimme: Die 6-Zylinder brachten ihr Publikum im Wolfhager Kulturladen zum Mitsingen

Wolfhagen. Ein lieblich gesungenes „Düdel-düdel-dümm" schwingt sich geschmeidig auf ein sonores „Dumm-dumm-dumm": So begann der Konzertabend mit der A-Capella-Kultcombo im Wolfhager Kulturladen.

Ein lieblich gesungenes „Düdel-düdel-dümm" in Endlosschleife schwingt sich geschmeidig auf ein sonores „Dumm-dumm-dumm". Gepaart mit dem melodiegebenden „La-la-la" verschmelzen die einzeln zunächst doch eigenwillig erscheinenden Gesänge schnell zu einem Gesamtgebilde, dass sich spätestens dann zum erkennbaren Song formt, wenn ihm der Text das nötige Leben einhaucht.

Die fünf Sänger der A-Capella-Kultkombo 6-Zylinder wissen genau, wie sie ihr Publikum im Wolfhager Kulturladen mitreißen. Von Anfang an legen die Münsterländer es am Samstagabend drauf an, es zum Mitsingen zu bewegen, und das gelingt überaus schnell mit einem Lied vom Kuchenessen. Genüsslich singen sie vom mit Krokant umgebenen Frankfurter Kranz. Die Melodie kennt jeder: „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens.

Auch wenn der Klassiker deutscher Mitsing-Songs textlich ordentlich zerrupft wird, kommt er an im nahezu ausverkauften Kulturwohnzimmer der Stadt. Die 6-Zylinder sind eben bekannt für eine ordentliche Portion Comedy, mit der sie ihre Shows würzen. Das haben sie zum letzten Mal vor über zehn Jahren in Wolfhagen bewiesen, damals im Kulturzelt. Und dass sich daran nichts geändert hat, zeigen sie auch beim jüngsten Gastspiel im Rahmen des Winterfestivals, wenn sie etwa den Billy-Joel-Hit „Uptown Girl“ zum Tippgeber für den Haushalt umfunktionieren und die Hausfrauen auf den vereisten Tiefkühlschrank ansetzen: „Abtauen, Girl!“

Glücklicherweise aber kommt nicht alles dermaßen platt daher, und so werden vor allem jene Momente zu wahren Gänsehautmomenten, wenn die fünf Herren den Klamauk beiseite schieben und bei Titeln wie „Always take the Weather“ ihren wahren Stärken den Vortritt lassen: fünf Stimmen, die dank lieblich gesungenen „Düdel-düdel-dümms“, „Dumm-dumm-dumms“ und „La-la-las“ getrost auf Instrumente verzichten können. Auch wenn das anfangs ungewöhnlich erscheinen mag, verwandelt sich das Ungewohnte doch schnell in einen vertraut klingenden Ohrenschmaus, der nicht nur gefällt, sondern auch mächtig viel Spaß macht.

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