Tag des Rauchmelders

„600 Rauchtote im letzten Jahr“ - Feuerwehren informieren

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Lebensretter: Der Rauchmelder ist einer der wichtigsten Gegenstände im deutschen Haushalt. Deshalb gilt für jeden eine Pflicht, das Alarmgerät zu Hause zu haben.

Wolfhager Land. Freitag der 13. ist im Aberglauben als Unglückstag verschrien. Bei den Feuerwehren ist er der offizielle Tag des Rauchmelders.

Es ist Nacht und im Haus fängt es plötzlich an zu brennen. Der Bewohner selbst schläft, doch ein grelles Piepen weckt ihn rechtzeitig. Der Rauchmelder hat ausgelöst und wieder ein Leben gerettet. Raimund Scholibo, Wehrführer der Feuerwehr Burghasungen, informiert zum heutigen Tag des Rauchmelders.

„Wenn es nachts brennt, nimmt der Körper keine Gerüche wahr. Wenn man bereits das Knistern des Feuers hört und davon aufwacht, ist es meist schon zu spät“, erklärt er. Falls der Rauchmelder ausgelöst haben sollte, sei der einzig richtige Weg, die Wohnung schnell zu verlassen und den Notruf 112 anzurufen.

„Falls der Betroffene keinen Ausweg hat, muss er versuchen, auf sich aufmerksam zu machen“, erklärt Scholibo und fügt hinzu „Er sollte dann die Türen abdichten, damit kein Rauch in den Raum gelangen kann.“

Da Rauchmelder lebensrettend sein können, müssen sie in jedem Haushalt angebracht werden. Raimund Scholibo: „Die Rauchmelderpflicht ist enorm wichtig. Insgesamt gab es deutschlandweit 600 bis 800 Rauchtote im vergangenen Jahr“, betont der Wehrführer. Seit dem 24. Juni 2005 sei sie in einigen Bundesländern per Gesetz eingeführt worden. Anfang dieses Jahres gilt die Rauchmelderpflicht auch für Hessen.

Laut Hessischer Bauordnung (§ 13 Absatz 5) müsse mindestens ein Gerät in jedem Schlaf- und Kinderzimmer, ebenso in jedem Flur, der als Rettungsweg aus Aufenthaltsräumen diene, aufgehängt werden. „Der beste Platz ist in der Mitte des Raumes unter der Decke“, so Scholibo.

Regelmäßig überprüfen 

Wichtig sei die richtige Wartung der Lebensretter. Diese müsse mindestens einmal im Jahr erfolgen, meint Raimund Scholibo. Als Erstes müssten die Batterie und der Alarmgeber geprüft werden. Dafür drückt der Bewohner die Prüftaste, gemäß den Herstellerangaben. Die Batterie sei zu wechseln, wenn der Rauchmelder einen regelmäßigen Warnton aussendet. Dennoch müsse sie vorsorglich alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht werden, erklärt Scholibo weiter. Zu der Wartung gehöre auch nachzuschauen, ob die Öffnungen des Rauchmelders frei von Staub und Schmutz sind.

In einem Rauchmelder befinden sich laut Herstellerangaben ein lichtempfindlicher Sensor und eine LED. Diese leuchtet den Sensor nicht direkt an. Dringt Rauch in die Messkammer, wird das Licht durch die Staubpartikel gestreut, sodass der Sensor das Licht wahrnimmt. Dann löst der Alarm aus.

Ziel ist Prävention 

Seit 2006 gibt es den Tag des Rauchmelders unter dem Motto: „Freitag der 13. könnte ihr Glückstag sein“. Die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ und die Feuerwehren informieren an diesem Tag bundesweit über das wichtige Alarmgerät und seine Wartung. So greift auch die Feuerwehr Burghasungen heute den Tag auf und veranstaltet einen Info-Abend.

Das Ziel des Tages sei die Brandschutzprävention. Laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sterbe in Deutschland jeden Tag durchschnittlich ein Mensch an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent der Betroffenen würden dabei an giftigen Rauchgasen ersticken. Mithilfe der angebrachten Rauchmelder hätte das häufig verhindert werden können.

Burghasungen informiert 

Die Feuerwehr Burghasungen veranstaltet heute, Freitag, 13. März, ab 19 Uhr einen Abend zum Tag des Rauchmelders. Im Feuerwehr-Gerätehaus Burghasungen wird der Rauchmelder thematisch behandelt, es gibt einen Vortrag und eine Vorführung „Gefahren im Haushalt“. Der Info-Abend ist kostenlos, Besucher sind willkommen. (rax)

Von Hannah Schulz

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