84-jährige Seniorin aus Wolfhagen fiel nicht auf Enkeltrick herein

Wolfhagen. Entgegen einem zuletzt für die Ganoven erfolgreich verlaufenden Enkeltrick, bei dem 16.000 Euro erbeutet wurden, scheiterten die Täter am Mittwoch in mindestens drei Fällen in der Region. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen sagte, hätten die Seniorinnen aus Wolfhagen, Kassel und Kaufungen die Masche gekannt und sich nicht täuschen lassen.

Die höchste Geldforderung ging gegen 11 Uhr in Wolfhagen ein. 40 000 Euro brauchte die angebliche Enkelin, als sie bei einer 84-Jährigen anrief. Der Kauf einer Eigentumswohnung stünde an. Als die angebliche Enkelin jedoch mitteilte, sie wolle das Geld mit ihrem Auto in Wolfhagen abholen, wurde die Rentnerin stutzig und beendete das Gespräch. Wie sie später den Polizeibeamten mitteilte, sei die echte Enkelin Studentin und habe gar kein Auto.

Echte Nichte in Spanien

Gegen 12 Uhr klingelte das Telefon einer 76-Jährigen aus Niederkaufungen. Die Frau am anderen Ende gab sich als Nichte aus und kündigte an, eine Eigentumswohnung kaufen zu wollen. Die Rentnerin ahnte nichts Gutes, weilt doch die echte Nichte derzeit in Spanien im Urlaub. Die Anruferin fragte nach Bargeld ohne eine genaue Summe zu nennen. Offenbar merkte sie, dass die Seniorin sich nicht übers Ohr hauen lässt und legte auf.

Der letzte Anruf der Täter ging gegen 15 Uhr bei einer 67-Jährigen in Kassel ein. Der Anrufer gab sich als Enkel aus und täuschte eine Notlage vor, die angeblich nur die Angerufene regeln könne. 32 000 Euro würde er benötigen. Die 67-Jährige schöpfte Verdacht und teilte dies dem Anrufer unumwunden mit. Daraufhin beendete dieser das Gespräch.

Die drei Betrugsfälle werden vom Kommissariat 23/24 der Kripo in Kassel bearbeitet. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Tel.: 0561 - 9100, entgegen. (ant)

Rubriklistenbild: © dpa

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