Ausstellung zur Dorfgeschichte 

900-Jahr-Feier in Ippinghausen: Kleine Schätze für Ausstellung  gesucht 

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Wird einen Platz in der Ausstellung zur 900-Jahr-Feier Ippinghausens finden: der Turmknauf mit Kreuz aus dem Jahr 1934. Darüber freuen sich Ortsvorsteher Klaus-Peter Mohrdieck und sein Vorgänger Norbert Schröder

Nächstes Jahr feiert Ippinghausen seine 900-Jahr-Feier. Für eine Ausstellung werden noch Gegenstände aus der Geschichte des Wolfhager Stadtteils gesucht. Die Organisatoren setzten auf die Bewohner. 

Der Turmknauf der Ippinghäuser Kirche aus dem Jahr 1934 war aus dem kollektiven Gedächtnis des Dorfes eigentlich schon verschwunden. Nun, rechtzeitig zur 900-Jahr-Feier des größten Wolfhager Stadtteils im kommenden Jahr, ist er wieder aufgetaucht.

Die Küsterin, Hildegard Wöllenstein, habe ihn vor einigen Monaten in einer staubigen Ecke des Glockenturms entdeckt, sagt Ippinghausens ehemaliger Ortsvorsteher Norbert Schröder, in dessen Schuppen der Kreuz tragende Turmknauf nun aufbewahrt wird. Ihren großen Auftritt wird die vergoldete und aus Blech geformte Turmzier im September 2020 haben. Dann wird sie zusammen mit anderen Exponaten in einer Ausstellung zu sehen sein und aus der 900-jährigen Geschichte des Ortes erzählen.

Der Knauf war 1995 bei Renovierungsarbeiten am Dach ersetzt worden, durch ein Kreuz mit Wetterfahne aus dem Jahr 1772. Erneuert worden waren damals zudem die Schiefereindeckung und die Zifferblätter der Uhr.

Seit einigen Monaten müht sich die Arbeitsgruppe um Alexander Schulze-van der Veek Ausstellungsstücke zusammenzutragen, die einen tiefen Blick in die lange Vergangenheit des Ortes erlauben. Fündig wurden die Mitglieder bereits im Regionalmuseum Wolfhager Land und bei den Ippinghäusern selbst. So beförderten sie eine 150 Jahre alte Bibel zu Tage, ebenso ein Gesangsbuch. Auch der Klöppel einer Glocke aus Bronzeguss fiel den Sammlern in die Hände, ebenso einige landwirtschaftliche Gerätschaften. In den nächsten Wochen wollen sie sich auch auf dem Speicher der Schule umschauen.

In Scheunen und auf Dachböden kramen 

„Doch es könnte noch mehr sein“, sagt Dirk Lindemann, der ebenfalls zum harten Kern der Gruppe zählt und sich wünscht, dass die Ippinghäuser in ihren Kellern, Dachböden und Scheunen kramen – in der Hoffnung, dabei vielleicht das eine oder andere kleine Schätzchen zu entdecken, um es als Leihgabe der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. 

Interessant ist alles, was alt ist und exemplarisch für eine bestimmte Epoche im Leben der Ippinghäuser steht. Ob Handwerk, Schule, Kirche, Landwirtschaft, Tourismus, Gastronomie, Postkarten, Fotos – die Akteure, die hinter der Ausstellung zur 900-Jahr-Feier stehen, freuen sich über jedes Exponat. Die Ausstellung soll am 5. September 2020 eröffnet werden und bis zum 13. September zu sehen sein. Das eigentliche Jubiläum wird vom 11. bis 13. September kommenden Jahres gefeiert.

Wer etwas zum Gelingen der Ausstellung beitragen möchte, kann sich an Heidrun Ledderhose wenden, 05692/4901.

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