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Achtung Wild! Gefahr von Zusammenstößen steigt wieder

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Vorsicht Wildwechsel: In diesen Tagen können wieder vermehrt Tiere die Straßen überqueren.
Vorsicht Wildwechsel: In diesen Tagen können wieder vermehrt Tiere die Straßen überqueren. (Symbolbild) © Eberth, Carolin

Autofahrer aufgepasst: In der Zeit von April bis Mai ist die Gefahr von Wildunfällen besonders hoch. Die Polizei rät zu angepasster Fahrweise.

Wolfhager Land – „Insbesondere mit Rehen kommt es im April und Mai immer wieder zu Verkehrsunfällen. Die Rehböcke, die gerade geschlechtsreif geworden sind, werden auf der Suche nach einem neuen Revier oft von älteren Böcken vertrieben und laufen deshalb häufig unvermittelt und flüchtend auf die Fahrbahn“, sagt Markus Stifter, Pressesprecher des Landesjagdverbands Hessen. Aber auch das frische Grün auf den Wiesen locke die Tiere oft über die Straßen.

Markus Stifter Landesjagdverband Hessen
Markus Stifter Landesjagdverband Hessen © Agentur

Erhöhtes Risiko bestehe vor allem in wald- und feldreichen Gebieten – und das nicht nur, wenn ein entsprechendes Schild davor warnt. Dort sollte die Fahrweise insbesondere in der Dämmerung angepasst werden: „Abbremsen und abblenden“, rät Karsten Turski von der Polizei Wolfhagen. Außerdem: Ein Reh kommt selten allein. Auch wenn die Gefahr vorüber scheint, sollten Fahrer weiterhin den Straßenrand beobachten und bremsbereit bleiben, ergänzt er.

1088 Wildunfälle im Landkreis Kassel

2021 hat es laut Ulrike Schaake, Pressesprecherin vom Polizeipräsidium Nordhessen, im Landkreis Kassel 1088 registrierte Wildunfälle gegeben – 309 entfielen auf den Altkreis Wolfhagen, 480 auf den Altkreis Hofgeismar.

Vor allem zwischen Schauenburg-Breitenbach und Habichtswald-Ehlen, Calden und Espenau-Schäferberg, Niestetal-Heiligenrode und Staufenberg sowie zwischen Calden und Obermeiser sei es zu Kollisionen mit Wildtieren gekommen.

Bereits 40 Kollisionen mit Wild in Hofgeismar in diesem Jahr

Im Raum Wolfhagen kracht es laut Turski vor allem zwischen Breitenbach und Sand, in Waldgebieten bei Naumburg und Merxhausen, bei den Feldern zwischen Breitenbach und Habichtswald sowie zwischen Wolfhagen und Istha.

Wie Dirk Austermühle von der Polizei Hofgeismar mitteilt, gibt es dort die meisten Unfälle mit Wild zwischen Hofgeismar und Beberbeck – aber auch auf den Strecken Calden Richtung Warburg und Bad Karlshafen Richtung Gieselwerder. Seit Anfang des Jahres habe die Polizei Hofgeismar bereits etwa 40 Wildunfälle registriert. (Lea-Sophie Mollus)

Sehr oft erwischt es Rehe

In knapp die Hälfte der Wildunfälle sind laut Markus Stifter vom Landesjagdverband Rehe verwickelt – aber auch Kaninchen, Igel und Marder sind betroffen. Im Frühling kommen noch Feldhasen hinzu, im Herbst stoßen Wildschweine, Dam- und Rothirsch häufig mit Fahrzeugen zusammen. Das geht aus einer Auswertung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) aus 22 000 gemeldeten Fällen des Tierfund-Katasters zwischen dem 1. April 2020 und dem 16. März 2022 hervor.

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