250 freiwillige Helfer

ADAC-Rallye in Bad Emstal: „Es ist ein gefragter Job“

Wolfhager Land. Reifen quietschen, Motoren knallen, Autos driften um die Kurven und der Geruch von verbranntem Gummi steigt den Besuchern in die Nase. Bei der 19. ADAC Rallye Bad Emstal begeisterten 135 Fahrerteams aus ganz Deutschland, Belgien und Holland rund 3000 Zuschauer.

Damit die Rallye ein voller Erfolg ist, arbeiten 250 freiwillige Helfer rund um die fünf Strecken im Wolfhager Land. Sie sorgen für die Sicherung der Strecken, funken und führen Zeitkontrollen durch.

Lesen Sie auch

Koch gewinnt Emstal-Rallye

Mit 500 selbst geschmierten Brötchen, 250 Äpfeln und 125 Litern Wasser wurden die fleißigen Streckenposten versorgt. Einer von ihnen ist der 14-jährige Jan-Eric Bemmann vom MotorSportClub Emstal, der selbst seit zwei Jahren als Beifahrer Rallye fährt. „Es ist ein schönes Hobby“, betont der Wolfhager. Das Besondere sei schwer zu beschreiben. „Es entspannt mich, ähnlich wie Lesen.“

Auch für die 18-jährige Laura Hartenfels aus Neuwied ist die Arbeit als Streckenposten etwas Besonderes. „Es ist ein gefragter Job.“ Der Adrenalinspiegel steige, wenn etwas passiert. Das sei aber zum Glück selten. „Man hat schon im Hinterkopf, was ist, wenn das Auto zu weit driftet“, sagt der 42-jährige Marko Kirchner aus Hachenburg im Westerwald. Dann müsse man schnell zur Seite springen.

Für den 84-jährigen Zuschauer Reinhard Geldmacher aus Wolfhagen ist eine Rallye auch eine ganz besondere Veranstaltung. „In erster Linie geht es um die Geschicklichkeit“, sagt der Rentner. Der Wolfhager sei früher selbst Rallye gefahren und weiß, worauf es beim Rennen ankommt. „Die Schwierigkeit besteht darin, nicht nur flott zu fahren, sondern auch um die Kurven zu kommen.“ Bereits 39 Mal besuchte der Wolfhager die Monte Carlo Rallye als Zuschauer. Der 40. Besuch dieses Rennens sei bereits im Visier.

Die Rallye in Bildern:

19. ADAC-Rallye in Bad Emstal

Insgesamt wurden für die Streckensicherung zehn Kilometer Flatterband, 40 Kunststoffbarken, 40 Richtungspfeile und ein Kilometer Zwiebelsack verlegt. „Die Stimmung ist supergenial“, betont Florian Reitze, Wertungsprüfungs-Leiter. „Die Zuschauer haben heute bei Topwetter alles geboten bekommen, was sich ein wahrer Rallye-Fan wünscht.“

Von Johanna Uminski

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.