Infotreffen im August

Allmendeland-Projekt will landwirtschaftliche Flächen sichern

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Ist die erste Umsetzung des Allmendeland-Projekts, sobald genügend Geld zusammengekommen ist: der Eschenhof in Altenhasungen, der von Gabriele Oettermann und ihrem Ehemann Michael Oettermann betrieben wird.

Altenhasungen. Landwirtschaftliche Flächen sichern die Lebensgrundlage der Menschen. Doch das Land selbst gehört nicht zwingend den Landwirten, die es Jahr für Jahr bewirtschaften. In Altenhasung gibt es ein Projekt, das dagegensteuern soll. 

"Die Preise für Land sind in den vergangenen Jahren dadurch stark angestiegen. Große Kapitalgesellschaften, die die Flächen kaufen, betrachten diese eher als reine Kapitalanlage“, sagt Heinz-Ulrich Eisner. Um das Ackerland diesem Markt wieder zu entziehen und ihm seinen eigentlichen Sinn zurückzugeben – nämlich die sichere und faire Versorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen – hat Eisner das Allmendeland-Projekt gegründet.

Ist der Initiator des Projekts: Heinz-Ulrich Eisner

Konkret umgesetzt werden soll das Vorhaben zunächst beim Eschenhof in Altenhasungen. „Dort sollen etwa zehn Hektar Land gekauft werden, die dann weiter vom Hof bewirtschaftet werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt etwa 220.000 Euro“, so Eisner. Das benötigte Geld können Menschen, die sich für das Projekt einsetzen möchten, durch den Erwerb von Anteilen beisteuern. „Das Geld wird angelegt. Wenn also zum Beispiel wieder Geld im Alter benötigt wird, können die Menschen ihre Anteile auch wieder veräußern. Es geht hierbei um eine Wertanlage.“

Ganz neu ist das Allmendeland-Projekt nicht. Schon 1982 wurde der Eschenhof in Altenhasungen durch den ökologischen Landbauverein gekauft, der nun als gemeinnütziger Träger fungiert. Doch der Unterschied liegt laut Eisner im Detail: Dieser Ansatz beruht auf Spenden. Das Projekt rund um Eisner stützt sich auf den Erwerb von Anteilen, die ab 1000 Euro beginnen. Und bisher scheint es gut zu laufen: Seit April sind schon insgesamt 90.000 Euro zusammengekommen. „Unterstützt wird die Idee vor allem auch durch Menschen, die den Eschenhof schon länger kennen und Kunden sind“, sagt der 53-Jährige.

Auch Gabriele Oettermann, die die Betriebsleiterin des Eschenhofs in Altenhasungen ist, findet das Allmendeland-Projekt innovativ. Sie schätzt vor allem, dass viele Stadtbewohner inzwischen wieder eine Beziehung zur Landwirtschaft haben: „Es findet ein Wandel im Bewusstsein der Städter statt. Der Bezug zum Hof und auch zu Ackerland im Allgemeinen ist wieder gegeben.“

Für Menschen, die sich am Allmendeland-Projekt beteiligen oder einfach informieren wollen, bietet Heinz-Ulrich Eisner am Donnerstag, 24. August, einen Informationsabend in der Kölnischen Straße 183 in Kassel ab 20 Uhr an. Weitere Informationen: www.allmendeland.de

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