Alte Heizungen müssen im neuen Jahr raus

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Wolfhager Land. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern dürfen ihre mehr als 30 Jahre alten Gas- und Ölheizungen im neuen Jahr nicht mehr betreiben.

Dies sieht die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, die Bauherren und Hausbesitzern Anforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf ihres Gebäudes vorschreibt. Der CO2-Ausstoß und der Energieverbrauch sollen dadurch sinken.

Bisher war nur der Austausch von Heizkesseln vorgeschrieben, die vor 1978 eingebaut wurden. Wer ab Januar einen alten Heizkessel entgegen der Austauschpflicht weiter betreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit - dies kann bis zu 50 000 Euro kosten.

Ungemach würde auch von Seiten der Mieter drohen, vermutet Ted Blumenstein von der gleichnamigen Hausverwaltung in Bad Emstal. Die könnten in einem solchen Fall mit einer pauschalen Kürzung der Heizkosten reagieren.

In den von der Firma Blumenstein verwalteten Häusern sei bis auf drei Objekte bereits jüngere Heiztechnik eingebaut. „Wir sind da schon seit ein paar Jahren mit den Hauseigentümern im Gespräch und empfehlen die Umrüstung.“ Bei den ausstehenden Maßnahmen warte man auf den Gasanbieter, der den Anschluss legen müsse. Auch bei den verwalteten Häusern der Firma Jokisch aus Zierenberg werden einige Eigentümer von der Umrüstpflicht betroffen sein. „Die Umrüstung ist sinnvoll, da die neue Technik Kosten spart“, so Geschäftsführer Michael Jokisch. Allerdings drückten die Kosten gewaltig, zumal in jüngster Zeit beispielsweise Legionellenschutz und Rauchmelderausstattung bezahlt werden mussten. „Die Umrüstung auf moderne Energietechnik kann sich in fünf bis sieben Jahren amortisieren“, sagt Bezirksschornsteinfegermeister Friederich Wesche, der die Umsetzung des Gesetzes überwachen muss. Er bietet Hausbesitzern entsprechende Beratungen an. zum tage, hintergrund

Von Bea Ricken

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