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Altes Löschfahrzeug für die Ukraine

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Von: Sascha Hoffmann

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Stadtrat Heinz Behr (von links), Matthias Brandau und Jürgen Hofmann.
Freuen sich darüber, mit dem alten Löschgruppenfahrzeug ihren Kameraden in der Ukraine helfen zu können: Stadtrat Heinz Behr (von links), Matthias Brandau und Jürgen Hofmann. © Sascha Hoffmann

Mit dem alten Löschfahrzeug der Feuerwehr Zierenberg soll der Ukraine vor Ort geholfen werden

Zierenberg – Alt und ausgedient heißt noch lange nicht unbrauchbar. Das zumindest gilt für das 31 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug 8/6 mit 600-Liter-Wassertank, das 29 Jahre im Dienst der Oberelsunger und ein weiteres in dem der Burghasunger Wehr gestanden hat.

Eigentlich längst aussortiert und für den Verkauf vorgesehen, trat das alte Schätzchen nun seine Reise zu einem vielleicht letzten Einsatz an, und der hat es in sich.

„Es soll schon bald in der Ukraine die Kameraden vor Ort unterstützen“, so der zweite stellvertretende Stadtbrandinspektor Matthias Brandau, bevor er sich gemeinsam mit Kamerad Jürgen Hofmann auf den Weg nach Krakau machte.

Von Zierenberg aus den Menschen im Kriegsgebiet helfen zu können, freut Heinz Behr

Von Zierenberg aus den Menschen im Kriegsgebiet helfen zu können, freut auch Heinz Behr. „Die Menschen in der Ukraine wurden am 24. Februar doch schrecklich überrascht“, sagt der erste Stadtrat des Warmestädtchens und schildert, wie es zur Unterstützung gekommen war.

„Die Feuerwehr Frankfurt hat nach einem Gesuch der Frankfurter Partnerstadt Krakau über die Landesfeuerwehr Verbindung aufgenommen mit allen Feuerwehren und Fahrzeuge für den Einsatz in der Ukraine gesucht.“

Danach sei alles ganz schnell gegangen. „Wir haben uns entschieden, unser ausgemustertes Fahrzeug zu spenden, haben einen Teil der bereits demontierten Ausrüstung wieder zurückgebaut, um kein nacktes Fahrzeug zu übergeben.“

„Eine besondere Ehre“, die Aktion unterstützen zu dürfen

Die Bilder, die wir Tag für Tag in den Medien sehen, sind schon präsent“, sagt er und ist froh, zumindest ein klein wenig helfen zu können.

Für Jürgen Hofmann ist es gar „eine besondere Ehre“, die Aktion unterstützen zu dürfen. „Dazu beizutragen, die große Not zumindest ein wenig abzumildern, ist eine schöne Sache.“ Es möge ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, vielleicht aber genau der richtige.

Mit dem alten LF8/ wird am Freitagmittag eine große Reise angetreten

So traten Brandau und Hofmann gemeinsam mit dem alten LF8/6 am Freitagmittag ihre große Reise an. Erster Zwischenstopp war Herleshausen, wo sie einen Konvoi mit der Berufsfeuerwehr Frankfurt und der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmstadt bildeten.

Zusammen ging es weiter Richtung Dresden und am Samstagmorgen weiter gen Görlitz und über Breslau Richtung Krakau, wo die polnischen Kameraden der Berufsfeuerwehr Krakau bereits auf sie warteten.

Dort hieß es schließlich „Mach’s gut, LF8/6“, bevor es zurück nach Deutschland ging, wo Brandau und Hofmann nach insgesamt 980 Kilometern und rund 14 Stunden reiner Fahrzeit wieder sicher und mit dem Wissen ankamen, mit dem alten Feuerwehrschätzchen noch etwas richtig Gutes getan zu haben. (Sascha Hoffmann)

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