Drei Tipps für die Region

Schöne Spaziergänge an Himmelfahrt im Wolfhager Land

Frühlingsblüher als Augenschmaus: Rebecca Stoewe freut sich über die Traubenhyazinthen im Emstaler Kurpark.
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Frühlingsblüher als Augenschmaus: Rebecca Stoewe freut sich über die Traubenhyazinthen im Emstaler Kurpark.

Himmelfahrt ist immer auch Vatertag, daran kann selbst eine Pandemie nichts ändern. Den Papa zu überraschen oder ihm mit einem kleinen Geschenk eine Freude zu bereiten, das ist in Zeiten von Bundesnotbremse und Landesverboten allerdings nur eingeschränkt möglich.

Wolfhager Land. Ganz angetan von der Ahneklamm ist Tanja Tempel, Naturparkführerin und Expertin für Naturerlebnisse, die selbst gerade mit ihrem Vater von der Abzweigung nach Ahnatal an der B 251 aus zum vorgezogenen Vatertagsspaziergang aufgebrochen ist. Sie empfiehlt: „Am besten nicht dem breiten Wald-, sondern dem schmalen Wanderweg folgen, der in den Wald führt“, so die Zierenbergerin. Vorbei an unzähligen Frühjahrsblühern, Quellen und teils beeindruckenden Felswänden gehe es durch einen Schluchtwald, wobei man mehrmals über Steine die Bachseite wechsele, bis man zu einem auf die linke Bachseite führenden Steg gelange. „Hier folgen wir rechts einem abenteuerlichen Pfad, der immer wieder bergauf und bergab über Steine, vorbei an umgekippten oder noch stehenden Baumriesen und immer entlang der plätschernden Ahne führt.“ Nach einer kleinen Brücke müsse man sich schließlich von der Ahne verabschieden, um auf einem zum Steinbruch hinter dem Silbersee führenden Weg zu gelangen. „Wir folgen dem Weg ein paar Meter nach rechts, biegen dann gleich links über einen kleinen Steg in den Wald ein, um auf einem gewundenen Pfaden durch den Wald zu wandeln, vorbei an rosa blühendem Silberblatt, bis wir auf den Habichtswaldsteig stoßen und ihm links bis zum Silbersee folgen.“ Zurück über den gleichen Weg kalkuliert Tempel für die insgesamt rund zehn Kilometer mit etwa zweieinhalb Stunden reiner Laufzeit.

Wer es lieber kürzer mag und die Länge seines Spaziergangs selbst bestimmen will, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an einem der aktuell malerischsten Orte der Region: Niederlistingen. „Wo Feld und Flur nach den kalten Tagen so richtig anfangen zu wachsen und zu erblühen, ist ein Spaziergang am Streuobstpfad jetzt besonders lohnenswert“, schwärmt Helmut Sauerland von der Streuobstinitiative im Heimat- und Geschichtsverein des Breunaer Ortsteils. „Die rund 1000 Obstbäume blühen sehr schön, es ergibt sich ein prächtiges Farbenspiel.“ Es gebe aber nicht nur etwas fürs Auge, sechs Informationstafeln lieferten zudem jede Menge Wissenswertes über den Streuobstanbau von früher und heute. „Bei herrlichem Wetter kann man außerdem Hummeln, Bienen und einer Schafherde bei ihrer wertvollen Arbeit für die Natur zusehen“, sagt Sauerland. Weitere Infos: streuobstpfad-niederlistingen.de.

Mit befestigten Wegen auch für ältere und gehbehinderte Menschen gut zu empfehlen, ist ein Spaziergang durch den Bad Emstaler Kurpark. Viel sei es zwar noch nicht, was aktuell blühe, so Sabine Schwarzer von der Gemeindeverwaltung, ein Ausflug in die verträumte Gartenanlage lohne aber dennoch. „Wer genau hinschaut, erkennt die ein oder anderen Blüher, die nur auf die Wärme der vergangenen Tage gewartet haben“, sagt Schwarzer und empfiehlt, vor allem dem Rosengarten im Kurpark einen Besuch abzustatten. Über 200 verschiedene Rosenarten würden hier von Karen Link, Rebecca Stoewe und ihren gärtnernden Kolleginnen aktuell auf die Blühzeit vorbereiten, jede Menge frische Knospen seien schon zu sehen. (Sascha Hoffmann)

Natur pur: Tanja Tempel (Zweite von rechts) ist ganz begeistert von einer Wanderung durch die Ahneklamm, die für sie perfekt wird mit einem Familienpicknick am Silbersee.
Einer der aktuell malerischsten Orte der Region: die Streuobstwiesen bei Niederlistingen.

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