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Appell der Wolfhager Stadtwerke: Energiesparpotenziale ausschöpfen

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Von: Bea Ricken

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Gaskunden in ganz Deutschland müssen ab Oktober die Gasumlage zahlen, die gestern bekannt gegeben wurde.
Gaskunden in ganz Deutschland müssen ab Oktober die Gasumlage zahlen, die gestern bekannt gegeben wurde. © Bea Ricken

Der Gaspreis zieht deutlich an. Auch Preise für Brennholz und Öl steigen.

Wolfhagen – Jetzt ist es raus: Gestern wurde die Höhe der Gasbeschaffungsumlage bekannt gegeben, die auch alle Gaskunden im Wolfhager Land ab 1. Oktober schmerzhaft trifft. „Ab diesem Zeitpunkt kostet die Kilowattstunde 2,419 Cent netto mehr“, erklärt Alexander Rohrsen, Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen, die viele Gaskunden im Altkreis beliefern. Ob dabei zur Entlastung der Gaskunden die Mehrwertsteuer gestrichen werde, sei noch unklar. Deshalb rechneten die Stadtwerke derzeit mit rund 2,9 Cent pro Kilowattstunde brutto an Mehrkosten.

„Als kommunales Unternehmen fällt es uns nicht leicht, die Menschen noch weiter zu belasten“, bedauert er. Allerdings würde es das Unternehmen in eine Schieflage bringen, die explodierenden Kosten nicht abzufangen.

Rohrsen nennt ein Beispiel: In der Grundversorgung liegt die Kilowattstunde Gas derzeit bei 31,9 Cent und steigt damit auf 34,77 Cent pro Kilowattstunde. Im günstigsten Tarif für Neukunden, dem „Wohlfühlgas“, werden jetzt statt 29,97 Cent pro Kilowattstunde 32,84 Cent fällig.

Eine Familie mit einem Gasverbrauch von rund 20  000 Kilowattstunden würde so etwa 575 Euro im Jahr mehr zahlen, ein Single mit 10 000 Kilowattstunden Verbrauch 287 Euro. Leider sei auch das nicht das Ende der Fahnenstange. Auf die Gaskunden komme noch die Gasspeicherumlage zu, deren Höhe ebenfalls in dieser Woche bekannt gegeben werde, so Rohrsen. Auch diese solle zum 1. Oktober gelten.

Ein schwacher Trost sind dabei die Pläne der Bundesregierung, die Höhe der Gasbeschaffungsumlage alle drei Monate auf dem Prüfstand zu stellen. „Es ist wirklich eine ernste Situation, die uns im Winter erwartet“, betont der Geschäftsführer. Er appelliert an alle Haushalte, ihre Energiesparpotenziale auszuschöpfen. Das gelte nicht nur für Gaskunden. Auch die Preise für Holzpellets, Brennholz und Öl gingen bereits durch die Decke.

Die Kunden der Stadtwerke Wolfhagen müssten zunächst nicht aktiv werden: „Wir verschicken demnächst Vorschläge für eine angepasste Abschlagszahlung“, so Rohrsen. Die Stadtwerke Wolfhagen bitten Kunden, die jetzt bereits absehen können, dass sie eine Rechnung oder die erhöhten Abschläge nicht bezahlen können, sich zeitnah zu melden. Dann könne man nach Lösungen suchen.

Außerdem rät er Personen, die Transferleistung beziehen, mit den Trägern in Kontakt zu gehen, um ihre Situation zu schildern. (Bea Ricken)

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