Wie Restaurantbetreiber mit der Coronakrise umgehen

Gastronomen rüsten auf gegen das Virus

Mit Baumaßnahmen will Lukas Frankfurth von der Emstaler Höhe unter anderem den Infektionsschutz erhöhen – auch für die Zeit nach Corona. Wolfhager Kollegen haben Heizgeräte für die Außengastronomie beschafft.
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Mit Baumaßnahmen will Lukas Frankfurth von der Emstaler Höhe unter anderem den Infektionsschutz erhöhen – auch für die Zeit nach Corona. Wolfhager Kollegen haben Heizgeräte für die Außengastronomie beschafft.

Während der Hotelbetrieb wieder besser läuft, belastet die Coronakrise nach wie vor die Geschäfte der Gastronomen im Wolfhager Land.

Wolfhager Land. „Veranstaltungen und Familienfeiern werden weiter storniert. Besonders an den Tagen, wenn die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen“, sagt Wolfgang Schneider vom gleichnamigen Ferienhof in Heimarshausen. Die Menschen hätten nach wie vor Angst und seien verunsichert.

Dabei stünden Infektionshäufungen meist in Zusammenhang mit Familienfeiern zu Hause. „Wir in der Gastronomie können mit unseren Hygienekonzepten viel mehr Schutz bieten.“ So gelte auf dem Ferienhof weiterhin überall die Maskenpflicht, um die Gäste und das Personal zu schützen. Bei der Emstaler Höhe in Sand stellt man sich derzeit auf ein verändertes Leben mit und nach Corona ein: „Wir renovieren unseren Tagungs-, Veranstaltungs- und Gastbereich, um angesichts von Corona gerüstet zu sein“, erklärt Lukas Frankfurth. Während der Pandemie habe sich das Bewusstsein der Gäste verändert. Infektionsschutz sei ins Blickfeld gerückt und werde auch nach Corona einen Stellenwert behalten, vermutet Frankfurth. Deshalb werden jetzt Oberlichter und eine Klimaanlage für die bessere Belüftung eingebaut. Frankfurth beschafft größere Tische und Virenfiltergeräte. „Wir machen uns außerdem Gedanken, wie wir in Zukunft besser auf solche Herausforderungen wie Corona reagieren können. So könnten das im Hotelbereich vielleicht nachhaltige und gesundheitsfördernde Urlaubsangebote sein.“

Andere Gastronomen wie der Italiener Franco Pozella haben Heizgeräte besorgt, um die Freiluftsaison zu verlängern und die Infektionsgefahr damit klein zu halten. Er baut jetzt auch feste Wände zwischen den Tischen.

Marco Kuhaupt aus Leckringhausen trennt seine Veranstaltungsräume strikt. Er hat Desinfektionsspender aufgestellt und bietet Speisekarten aus Papier an, die nach der Bestellung entsorgt werden. Alle hoffen, dass den Gästen dadurch ein Stück weit die Angst genommen wird. (Bea Ricken)

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