Ausbildung wird noch intensiver

Lernplattformen eröffnen Wolfhager Blankertz-Schule neue Möglichkeiten

Blankertz-Schule mit digitalen Formaten auf Zukunftskurs
: Lehrer Frank Rohrberg (links) und die Schüler Sinan Yahsi und Roman Schrauf zeigen die Funktion einer Ladungsapp.
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Blankertz-Schule mit digitalen Formaten auf Zukunftskurs : Lehrer Frank Rohrberg (links) und die Schüler Sinan Yahsi und Roman Schrauf zeigen die Funktion einer Ladungsapp.

Natürlich könne die Digitalisierung in einer Berufsschule nicht den Präsenzunterricht ersetzen, habe an der Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule aber neue Zukunftsperspektiven eröffnet.

Wolfhagen – „Wir haben während der Corona-Pandemie eine neue Lernkultur geschaffen“, sagt Schulleiter Dr. Dietmar Johlen. Die Schüler arbeiten seit Monaten mit der Lernplattform Moodle, nun wurden auch die Betriebe mit ins digitale Boot geholt.

Der Markt der Möglichkeiten im Bereich der Logistik, bei dem sich in den vergangenen Jahren Ausbildungsbetriebe, Lehrer und Schüler in der Wolfhager Schule getroffen hatten, wurde kurzerhand als digitale Veranstaltung organisiert. Auch um zu zeigen, wie Betriebe mithilfe der Lernplattform die Ausbildung ihrer Lehrlinge intensivieren können. Einer der Vorteile von Moodle sei auch, dass die Plattform an sieben Tagen, 24 Stunden lang zur Verfügung stehe. Vorgestellt wurden bei dem Treffen, das der Kooperation zwischen Schule und Betrieb dient, auch mobile Apps für die Sicherung von Ladung oder ein automatisiertes Hochregallager.

Beste Abschlussnoten der vergangenen Jahre

Auch viele Infos und Vertretungsregelungen können die Schüler in der Herwig-Blankertz-Schule auf digitalen Tafeln abrufen. Im Bild: Lehrer Paul Orzessek, Koordinator für die Logistik.

Der Erfolg des Unterrichtskonzeptes, das eigentlich aus der Not der Pandemie entstanden sei, messe sich laut Paul Orzessek, dem Koordinator für die Logistik, an den besten Abschlussnoten der vergangenen Jahre. „Wir hatten mehrfach die Note 1.“ Nachteile des fehlenden Präsenzunterrichts hätten allerdings die Azubis des ersten Ausbildungsjahres gehabt. „Sie konnten beim Onlineunterricht nicht auf die praktische Erfahrung zurückgreifen“, so Studiendirektorin Sandra Richter. Man versuche, mit zusätzlichen Lernstunden und individueller Betreuung Defizite zu mildern.

Beim Onlineunterricht habe es feste Unterrichtszeiten mit Anwesenheitspflicht gegeben. „Es handelt sich ja um bezahlte Arbeitszeit durch die Betriebe“, merkt Richter an. Dennoch sei die Arbeitsbelastung während des Lockdowns zwischen Lehrlingen aus der Lebensmittelbranche oder dem Handwerk höher gewesen als bei den Veranstaltungstechnikern. (Bea Ricken)

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