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Bad Emstaler Grundschüler sind mit Begeisterung in Bewegung

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Von: Norbert Müller

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Gemeinsam am bunten Fallschirm-Tuch: Die Kinder der Grundschulklassen an der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule testeten mit Begeisterung die Angebote der neuen Aktion „Spiel mobil!“.
Gemeinsam am bunten Fallschirm-Tuch: Die Kinder der Grundschulklassen an der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule testeten mit Begeisterung die Angebote der neuen Aktion „Spiel mobil!“. © Norbert Müller

Brückner-Schule schafft mit Unterstützung der Aktion „Kinder für Nordhessen“ Spielgeräte an.

Bad Emstal – Die Grundschüler der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule ließen sich nicht lange bitten: Kaum hatte Schulleiter Ulf Imhoff die neuen Spielsachen auf dem Pausenhof zur Benutzung freigegeben, tummelte sich die Meute mit Hula-Hoop-Reifen, Balance-Boards, Springseilen, Dingen zum Jonglieren und diversen Ballspielen. Die rund 2000 Euro für die Anschaffung der Ausrüstung stammt aus dem Topf der HNA-Aktion „Kinder für Nordhessen“.

„Wir haben uns als Ziel gesetzt, Kinder noch mehr in Bewegung zu bringen“, sagt Schulleiter Imhoff. Die erfolgreiche Bewerbung bei der Aktion „Kinder für Nordhessen“ bringe dieses Vorhaben nun ein ganzes Stück voran. Für die Schule haben die Leiterin der Grundstufe, Eva Frankenfeld, sowie die Sportlehrer Benjamin Löber und Jessica Heinze das Projekt organisiert, sich um die Bewerbung für die Förderung gekümmert und schließlich auch über ein örtliches Geschäft die einzelnen Sportgeräte beschafft.

Die Schüler mehr in Bewegung zu bringen ist ein großes Thema an der Christine-Brückner-Schule. Und das habe auch gute Gründe, wie Sportfachbereichsleiter Benjamin Löber erklärt. Während der Pandemie sei es bei vielen Kindern angesichts der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen zu einer Reduzierung der Mobilität gekommen. Das Ganze mache sich bei den Kindern durch Gewichtszunahme und auch Nachlassen der koordinativen Fähigkeiten bemerkbar.

Der Bewegungsmangel auch durch das Beschäftigen der Kinder mit den sozialen Medien werde mehr und mehr zum Problem. Löber: „Man merkt auch im Unterricht, dass die Kinder zunehmend unruhiger werden, weil die Bewegung fehlt.“ An der Brückner-Schule versuche man, gegenzusteuern.

„Spiel mobil!“ habe man die Aktion getauft, die nun mit den neuen Geräten so richtig durchstarten könne, sagt Ulf Imhoff. Bis auf die Hula-Hoop-Reifen passe fast alles in zwei große fahrbare gelbe Tonnen. Die Behälter seien wichtig, „damit wir die Sachen überall mit hinnehmen können“, betont der Schulleiter – auf den Schulhof oder aber auch in die Sporthalle. Nutzbar sei das alles für die Kinder bis zu den sechsten Klassen, aber auch für die Vorschulkinder der Kindergärten im Ort, die regelmäßig in der Christine-Brückner-Schule zu Gast sind.

Während der Pausen können die Geräte nun von den Schülern ausgeliehen werden. „Dadurch wird auch das Verantwortungsbewusstsein der Kinder gestärkt“, sagt Benjamin Löber, denn die Ausleihe werden Kinder der dritten und vierten Klassen übernehmen. „Das wechselt, da kommt jeder mal dran.“

Die Aktion „Spiel mobil!“ mit ihrem bunten Angebot, aber auch dem Leihsystem „wird auch die Integration unserer 22 ukrainischen Grundschüler fördern“, ist Stufenleiterin Eva Frankenfeld überzeugt. Gleich am ersten Tag, an dem die neuen Gerätschaften während der Pause im Einsatz sind, bleiben an der Einschätzung kaum Zweifel. Da sind die Kinder jahrgangsgemischt am bunten Fallschirmtuch in Aktion, spielen in kleinen Gruppen mit den verschiedenen Bällen oder beschäftigen sich mit den Spielgeräten, die den Gleichgewichtssinn herausfordern.

Sorgen muss sich das Kollegium jedenfalls nicht machen, dass die Neuanschaffungen nicht genutzt werden. Eher deshalb, weil sich die Pausen dank des neuen Spielangebots künftig für die Schüler noch deutlich kürzer anfühlen werden als bisher schon und sie wohl viel lieber weiter auf dem Pausenhof mit Frisbees, Bällen und Hula-Reifen in Bewegung bleiben möchten. (Norbert Müller)

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