1. Startseite
  2. Lokales
  3. Wolfhagen
  4. Wolfhagen

Bäder im Kreis Kassel müssen sparen

Erstellt:

Von: Bernd Schünemann, Jacob von Sass

Kommentare

Wilhelm Siebert überprüft regelmäßig die Wassertemperatur: Badegäste müssen sich in der Märchenlandtherme Breuna statt mit 29 nun mit 28 Grad begnügen.
Wilhelm Siebert überprüft regelmäßig die Wassertemperatur: Badegäste müssen sich in der Märchenlandtherme Breuna statt mit 29 nun mit 28 Grad begnügen. © Hoffmann, Sascha

Die Senkung der Wassertemperatur ist für viele Schwimmbäder im Kreis Kassel eine Option.

Kreis Kassel – Die Hallenbäder im Kreis Kassel öffnen in den nächsten Tagen oder sind bereits geöffnet. Angesichts der Energiekrise sind viele Städte und Gemeinden aber dazu gezwungen, Sparmaßnahmen zu ergreifen.

So ist in der Märchenlandtherme Breuna die Reduzierung der Wassertemperatur das Mittel der Wahl, um Energie einzusparen. Irene Dippel von der Gemeinde Breuna sagt: „Im großen Becken haben wir die Temperatur von 29 auf 28 Grad heruntergeschraubt. Die Temperatur im Babybecken bleibt aber gleich und liegt weiterhin bei 31 Grad.“ Auch habe man fortan montags für den normalen Betrieb geschlossen. Schwimmkurse für Schulen und Aquafitness-Kurse finden aber weiterhin wie gewohnt auch montags statt. Ansonsten öffne man das Bad unter der Woche ab 15 Uhr, am Samstag ab 13 Uhr und an Sonn- und Feiertagen schon ab 9 Uhr.

Für das Arobella-Erlebnisbad in Bad Arolsen werden laut Bürgermeister Marko Lambion noch die Möglichkeiten geprüft, Energie einzusparen. Es werde überlegt, ob die Senkung der Wassertemperatur eine sinnvolle Sparmaßnahme sei. Sicher sei aber, dass durch die gestiegenen Energiepreise das Angebot im Schwimmbad nicht verändert werde. „Wir halten die aktuelle Entwicklung stetig im Auge, um jeweils situationsbedingt Maßnahmen ergreifen zu können, die geeignet sind“, so Lambion. Dabei strebe man einen möglichst milden Eingriff in die gewohnten Abläufe an, sagt der Bürgermeister.

Schon vor der befürchteten Energiekrise hatte man das Thema Energiekosten in der Weser-Therme in Bad Karlshafen fest im Blick. Im Frühjahr 2023 wird eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installiert, die künftig Strom liefern soll, kündigte Geschäftsführerin Martina Abel an. Ende vergangenen Jahres hat die Therme bereits die Pumpen, die das Beckenwasser umwälzen, gegen deutlich effizientere Geräte ausgetauscht. Die Wassertemperatur wird aus therapeutischen Gründen nicht geändert. Im Laufe der nächsten Monate will die Weser-Therme in Bad Karlshafen die Eintrittspreise anpassen. (Jakob von Sass, Bernd Schünemann)

Auch interessant

Kommentare