Bald 700 Flüchtlinge in der Wolfhager Pommernanlage?

Die Pommernanlage in Wolfhagens Stadtteil Gasterfeld. Foto:  Ricken

Wolfhagen. Wenn der Flüchtlingsstrom weiter anhält, könnte sich die Zahl der Asylbewerber in Wolfhagen verdoppeln. „Aktuell leben 350 Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft in der Wolfhager Pommernanlage. Wir haben dort noch Kapazitäten für weitere 350 Flüchtlinge", erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn gegenüber der HNA.

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Bevor man die Ankommenden in Sporthallen und Zelten unterbringe, richte man lieber die freien Häuser in der ehemaligen Kaserne und anderen Liegenschaften her. Mit 700 Menschen seien aber in Gasterfeld alle Kapazitäten ausgeschöpft. Angesichts von 100 neuen Flüchtlingen pro Woche benötigt der Landkreis die Unterkünfte dringend. „Wir haben damit genug Optionen, um über den Winter zu kommen“, so Kühlborn.

Einer Verdopplung der Asylbewerberzahl in Wolfhagen sieht man bei der Polizei gelassen entgegen: „Wir werden unabhängig von der Zahl der Flüchtlinge weiter regelmäßig Streife in Gasterfeld fahren“, so Polizeipressesprecher Torsten Werner. Man könne natürlich nicht ausschließen, dass bei mehr Menschen auch die Zahl der Einsätze zunehme.

Dekan Dr. Gernot Gerlach vom ökumenischen Arbeitskreis und Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos), sorgen sich bei einer Zunahme der Flüchtlingszahlen um die ehrenamtlichen Helfer. „Natürlich stellen wir uns der Aufgabe, aber wir dürfen die Menschen nicht überfordern“, so Gerlach. Zur Unterstützung der Freiwilligen hat der Arbeitskreis jetzt eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Außerdem wird im Januar für die Ehrenamtlichen eine Fortbildung angeboten.

Reinhard Schaake ist wichtig, dass auch bei steigenden Asylbewerberzahlen der Betreuungsschlüssel von einem Betreuer auf 50 Flüchtlinge beibehalten wird. Dies bestätigte Kreissprecher Kühlborn auf Anfrage. Allerdings suche man dafür händeringend Personal.

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