Hof steht unter Denkmalschutz

Bald kommt die Abrissbirne: Wolfhager Gebäude ist einsturzgefährdet

Gefahr für die Eigentümerin: Dieses Gebäude in der Kurfürstenstraße/Ecke Friedensstraße ist einsturzgefährdet und wird abgerissen. Teile des Daches sind schon heruntergekommen. Foto:  Bülau

Wolfhagen. Ein alter Bauernhof in Backsteinbauweise, daneben ein Stall, in dem früher vielleicht einmal Kühe oder Pferde standen. Was sich zunächst gemütlich anhört ist in Wolfhagen in der Kurfürstenstraße/Ecke Friedensstraße längst nicht mehr das, was man sich darunter vorstellt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Mittlerweile ist allerdings ein Teil der Fassade nach außen eingestürzt und auch das Dach des Stalls ist teilweise heruntergekommen.

Gottfried Henkelmann von der Bauaufsicht Wolfhagen hat sich mit diesem Thema schon befasst: „Die Bauaufsicht ist auch für die öffentliche Sicherheit zuständig. Hier ist ganz klar eine Gefahr gegeben. Allerdings hat die Besitzerin auch schon im August einen Antrag auf Abriss gestellt.“ Diesem sei laut Henkelmann stattgegeben worden und die Bedenken wegen des Denkmalschutzes wurden zurückgestellt.

Das bedeutet, dass die Besitzerin nun die Erlaubnis hat das Gebäude abzureißen. Allerdings habe sie dafür drei Jahre Zeit, erklärt Henkelmann. So lange könne sie den Abriss aufschieben. Sie habe sich aber bis jetzt sehr kooperativ und selbst den Willen zum Abriss gezeigt. Daher glaube er nicht, dass es zu weiteren Problemen kommen wird.

„Ich habe mit dem Anwalt der Eigentümerin gesprochen. Es geht derzeit nur darum, dass noch mehrere Angebote für den Abriss eingeholt werden, da das erste ziemlich teuer war“, berichtet Gottfried Henkelmann.

Würde ein Eigentümer sich nicht selber um den Abriss eines einsturzgefährdeten Gebäudes kümmern und von diesem würde eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen, gebe es noch die Möglichkeit des sofortigen Vollzugs. Im Grundgesetz stehe allerdings, dass Eigentum auch verpflichte. Deswegen seien die Besitzer hier gefragt.

In diesem Fall sei das Grundstück aber ordnungsgemäß durch einen Bauzaun gesichert und für Kinder unzugänglich. „Es besteht eher eine Gefährdung für die Eigentümerin selbst, falls ein weiterer Teil der Decke herunterkommt“, mahnt Henkelmann. Auch deswegen sei die Bauaufsicht daran interessiert, dass der Abriss bald ausgeführt werde.

Von Maximilian Bülau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.