Ende 2021 will die Feuerwehr einziehen

Am neuen Feuerwehrstützpunkt in Wolfhagen laufen Arbeiten auf Hochtouren

Der neue Stützpunkt wächst: Vorn die Containerhalle mit dem Katastrophenschutzlager des Landkreises, der hierfür 350 000 Euro investiert. Dahinter entsteht das Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle, Werkstätten, Einsatzzentrale und Schulungsräumen. Es wird im hinteren Bereich zweistöckig. Auf dem Areal wird auch ein Übungsturm errichtet. Gesamtkosten: knapp zehn Millionen Euro. Rechts die Schützeberger Straße.
+
Der neue Stützpunkt wächst: Vorn die Containerhalle mit dem Katastrophenschutzlager des Landkreises, der hierfür 350 000 Euro investiert. Dahinter entsteht das Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle, Werkstätten, Einsatzzentrale und Schulungsräumen. Es wird im hinteren Bereich zweistöckig. Auf dem Areal wird auch ein Übungsturm errichtet. Gesamtkosten: knapp zehn Millionen Euro. Rechts die Schützeberger Straße.

„Wenn es klappt, dass wir nächstes Jahr vor Weihnachten umziehen, dann bin ich mehr als zufrieden“, sagt Wolfhagens Stadtbrandinspektor Frank Brunst.

Wolfhagen –Die Wolfhager Brandschützer, aber auch die Verantwortlichen im Rathaus blicken derzeit aufmerksam auf die Baufortschritte am neuen Feuerwehrstützpunkt an der Schützeberger Straße am Ortsausgang Richtung Nothfelden.

Inzwischen zeichnet sich schon ab, wie das künftige feuerwehrtechnische Zentrum der Stadt und ein stückweit auch des Wolfhager Landes einmal aussehen wird. Die Bodenplatten für die beiden großen Gebäude sind bereits gegossen. Das eine wird nach Fertigstellung das Katastrophenschutzlager des Landkreises Kassel beherbergen und gleichzeitig der Wehr als Nachschub- und Containerhalle dienen. Die Halle mit einer Grundfläche von 562 Quadratmetern wird als Stahlkonstruktion errichtet. Die letzten Stützen wurden gerade montiert, als Nächstes werden das Trapezblechdach aufgesetzt und dann die Wände in Leichtbauweise eingepasst.

Aber auch am Hauptgebäude ist mächtig Bewegung angesagt. Nachdem auch hier die Bodenplatte fertig ist, wird gerade die Schalung für die Wände gestellt, die dann mit Beton ausgegossen wird. Rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche wird das Feuerwehrgebäude mit der Alarmhalle im Erdgeschoss haben. Hier werden die Fahrzeuge untergebracht, dazu die Werkstatt und die Waschhalle. Außerdem auf der unteren Ebene: Die Umkleidebereiche mit Wasch-, Dusch- und WC-Räumen.

Im Obergeschoss werden auf gut 800 Quadratmetern die Schulungsräume mit Küche, Lehrmittelräumen, WC und Bereitschaftsraum untergebracht, dazu der Bereich für die Verwaltung und Einsatznachbesprechungen. Auch die Jugendfeuerwehr wird hier ihr neues Domizil finden.

Michael Joost betont, dass der künftige Stützpunkt auch die Anforderungen eines Gebäudes der kritischen Infrastruktur erfülle. Im Klartext: Es wird das einzige öffentliche Gebäude in Wolfhagen sein mit einer ausreichend großen Notstromversorgung, um im Katastrophenfall als Notstandort für die Stadtverwaltung und den Krisenstab dienen zu können. „Eigentlich dient der gesamte Stützpunkt dem Katastrophenschutz“, so Joost.

So wie bisher soll es auch in den kommenden Wochen weiter gehen: gut getaktet und ohne Zeitverlust. Gefahr vom Wetter drohe nun nicht mehr, sagt der Mann vom Bauamt, „wir sind ja eigentlich schon raus aus dem Dreck“ und perspektivisch auf dem Weg zum Innenausbau. Ein großer Teil der Gewerke wie für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro sei schon vergeben, die Gewerke für die Maler, Putzer, Fließenleger und für die Böden sollen in Kürze ausgeschrieben werden.

Stadt und Feuerwehr sind gleichermaßen zufrieden mit dem Fortschritt auf der Baustelle. Planung und Arbeitstempo? „Besser könnte es nicht laufen“, lobt Stadtbrandinspektor Brunst. Die Chancen auf einen Umzug im Dezember 2021 stünden derzeit wirklich gut. (Norbert Müller)

Stütze am Haken: Die Containerhalle erhält ein Blechdach und Wände aus Iso-Paneelen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.