Zwei weitere Urologen sind hinzu gekommen

Auch Belegärzte operieren wieder in der Wolfhager Klinik

Mit der Wiedereröffnung des Wolfhager Krankenhauses haben die Belegärzte ihre Operationen vor Ort wieder aufgenommen.
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Mit der Wiedereröffnung des Wolfhager Krankenhauses haben die Belegärzte ihre Operationen vor Ort wieder aufgenommen.

Nach der Wiedereröffnung des Wolfhager Krankenhauses im August operieren jetzt auch die Belegärzte wieder.

Wolfhagen. Neben den Gynäkologen, den HNO-Ärzten und dem Wolfhager Urologen Dr. Alexander Otto nutzen seit Anfang September zwei weitere Urologen den OP-Saal der Klinik. Das freut den Landkreis Kassel als Betreiber: „Damit lasten wir unsere Kapazitäten gut aus und zeigen unsere Verbundenheit mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Derzeit sind 40 Betten in Wolfhagen belegt. Ab Oktober werde weiteres Personal eingestellt und damit auch die Bettenanzahl auf 60 erhöht. Teilweise mussten ehemalige Mitarbeiter der Klinik die Kündigungsfristen einhalten und fangen jetzt mit etwas Verspätung wieder in Wolfhagen zu arbeiten an.

„Wir sind sehr erleichtert, dass es für uns zunächst unverändert weitergeht“, sagt Dr. Marion Reif-Kaiser, die zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Julia Jungermann wieder gynäkologische Operationen anbieten kann. „Es war zwischen Februar und August sehr schwierig, unsere Patientinnen zur Operation in anderen Krankenhäusern unterzubringen. Die Corona-Pandemie kam erschwerend hinzu.“ Die Patientinnen der Gynäkologinnen seien unglaublich erleichtert und freuten sich über die Wiedereröffnung des Krankenhauses. Die Operationen im HNO-Bereich (Hals, Nasen, Ohren) starten wieder am 15. Oktober. Das teilt HNO-Arzt Uwe Simon mit. Die Praxis auf dem Kleinen Ofenberg in Wolfhagen gehört zur HNO-Berufsausübungsgemeinschaft in Bad Arolsen.

„Wir sind sehr froh, dass unser Krankenhaus wieder geöffnet ist. Das spart viel Zeit, die nun zusätzlich für die Sprechstunde zur Verfügung steht“, ist Urologe Dr. Alexander Otto erleichtert. Er habe in den vergangenen Monaten viel pendeln müssen, da er seine Patienten im Warburger Krankenhaus operiert hat. Auch sei wieder eine sinnvolle Notfallversorgung im Wolfhager Krankenhaus möglich, da er wieder vor Ort sei. Alle seine Patienten wären froh, dass Operationen wieder vor Ort vorgenommen würden. Wolfhagen – Im Wolfhager Krankenhaus wird von den Belegärzten nun wieder ein Großteil des operativen Spektrums der HNO, der Urologie und der Gynäkologie angeboten. Dazu zählen sowohl ambulante Eingriffe als auch Operationen, die einen anschließenden Krankenhausaufenthalt nötig machen.

Dafür stehen in der Wolfhager Klinik sogenannte Belegbetten zur Verfügung. Die drei Arztpraxen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses am Ofenberg. Als das Haus für ein halbes Jahr geschlossen war, wurden Patienten in Kliniken in Bad Arolsen, Warburg und Kassel operiert.

„Unser Leistungsangebot umfasst nahezu das gesamte Spektrum der konservativen und operativen Urologie. Ein Schwerpunkt liegt in der Früherkennung, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge urologischer Tumore“, so Urologe Dr. Alexander Otto. „Hierbei können wir jetzt wieder alle Behandlungsschritte anbieten, da wir als Belegärzte neben der Diagnose auch die Therapie nach fast allen größeren Operationen sowie der Tumornachsorge persönlich sicherstellen können. Damit bleibt die gesamte Behandlung in einer Hand“, sagt Otto.

„Die Operationen, die wir nicht leisten können, werden wie schon vorher weiter überwiesen.“So sind in Wolfhagen zum Beispiel ambulante Sterilisationen, Zirkumzisionen (Entfernung der Vorhaut beim Mann) und kleinere Eingriffe am Genital, sowie die Botox-Behandlung der instabilen Blase möglich.Einen stationären Aufenthalt erfordern beispielsweise operative Eingriffe bei Prostata-, Urothel- und Nierenzellkarzinomen oder die Inkontinenz-Chirurgie für den Mann und die Frau. Eingesetzt werden unter anderem auch Laserbehandlungen und Plasmavaporisation (bei der Prostata).

Gynäkologin Dr. Marion Reif-Kaiser erklärt: „Wir operieren wie vor der Schließung, dazu zählen Routineeingriffe, ambulante Operationen sowie die Mitbetreuung der chirurgischen und internistischen Patientinnen.“

Operationen, die die Gynäkologinnen nicht leisten können, werden wie zuvor auch überwiesen. (Bea Ricken)

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