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Bernd Stelter nimmt Wolfhager Publikum mit auf die Reise

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Von: Ursula Neubauer

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Komiker Bernd Stelter erheitert Publikum im Wolfhager Kulturzelt mit einer bunten Mischung aus Geschichten, Gesangseinlagen und Lebensweisheiten.
Komiker Bernd Stelter erheitert Publikum im Wolfhager Kulturzelt mit einer bunten Mischung aus Geschichten, Gesangseinlagen und Lebensweisheiten. © Ursula Neubauer

Zum neunten Mal tritt der Komiker, Sänger und Autor Bernd Stelter in Wolfhagen auf und er hat seine Anziehungskraft noch nicht verloren, denn das Kulturzelt ist mit über 800 Personen fast ausverkauft.

Wolfhagen - Mit seinem Programm „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende“ will er die Zuschauer zumindest zwei Stunden lang ihre Sorgen vergessen lassen und es gelingt ihm mühelos, zumal an diesem Abend Montag ist. „Lachen ist erlaubt, weil ernst sein die ganze Kraft kostet, die man gerade in diesen Zeiten braucht!“, erklärt er gleich zu Beginn dem Publikum. Überhaupt nimmt die Frage nach Glück und Zufriedenheit eine zentrale Bedeutung in seinem Programm ein.

Deutschland, ein reiches und friedliches Land, stände nur an 29. Stelle im Katalog der glücklichsten Ländern, während die skandinavischen Länder an der Spitze stehen. Da frage man sich doch nach den Gründen, resümiert Bernd Stelter und gibt den Zuschauern gleich ein paar Lebensweisheiten und Ratschläge zum Glücklichsein mit auf den Weg. Überhaupt will der Wahl-Rheinländer an diesem Abend Optimismus verbreiten. „Wenn etwas Schönes passiert, dann stehen bleiben und gucken!“ empfiehlt er.

Seinen 60. Geburtstag habe er daher mit Würde und Freude überstanden, fährt Bernd Stelter fort. Doch witzig und lustig sein, ist sein Metier, und so beschreibt er die allzu bekannten Geräusche und den Blick in den Spiegel am Morgen. Dazu gehört das Knirschen der Gelenke genauso wie die Ellbogenhaut, die überall ist. Die überwiegend älteren Zuschauer nicken jedenfalls wissend und schmunzeln.

Bernd Stelter ist ein guter Geschichtenerzähler und würzt seine Auftritte mit Gesang, Gitarre und wechselndem Outfit. Dabei wirkt er authentisch und kommt beim Publikum gut an, weil sie ihre eigenen Geschichten bei ihm entdecken.

Mal erzählt er als sauerländischer Landwirt die Erfahrungen seines Freundes Heinz mit Ische (Freundin) „Alexa“ oder gibt als „Generation Z“ einen Schwall Wörter in der Jugendsprache wieder, die er anschließend übersetzt.

Nach der Pause wird der gebürtige Unnaer in seinen Texten gesellschaftskritisch und erntet viel Beifall, als er vor allem die Hasstiraden in den sozialen Medien anprangert. Dennoch glaubt er an das Gute im Menschen und unterstreicht es mit dem Song „Der Mensch will Freiheit, Liebe, Spass!“, der sich zum Leitspruch des Abends entwickelt.

Bei einem Abstecher in die Shanty-Songs ist diesmal Bernd Stelter ganz verblüfft, als ihm ein Zuschauer auf Anfrage nicht nur den Titel „Sonne über Sylt“ sagen kann, sondern auch noch anfängt zu singen. Das Publikum taut auch mehr und mehr auf und singt und klatscht mit.

Den Abschluss und Höhepunkt des Programms bildet die Erzählung über eine unglückliche Liebe mit Happy End auf einer Kreuzfahrt. Dazu verwandelt sich Bernd Stelter in den Kapitän des Traumschiffes, der die Geschichte mit entsprechenden kurzen Einspielungen von Schlagern und Popsongs würzt und einen rasanten Samba hinlegt.

Die Zuschauer kringeln sich vor Lachen und wollen den Entertainer gar nicht mehr von der Bühne lassen. Erst nach ein paar Zugaben verabschieden sie Bernd Stelter mit stehendem Applaus unter lauten Jubelrufen.

Von Ursula Neubauer

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