Rund 200 Zuschauer

Comedy mit Grips: Bernhard Hoëcker gastierte mit Soloprogramm im Wolfhager Kulturladen

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Begeisterte die rund 200 Zuschauer in Wolfhagen: Bernhard Hoëcker.

War früher wirklich alles besser? Diese Frage hat Deutschlands Superhirn-Comedian am Sonntag im ausverkauften Wolfhager Kulturladen von allen Seiten beleuchtet.

Wolfhagen – Mit seinem Soloprogramm „Morgen war gestern alles besser“ sorgte Bernhard Hoëcker bei den rund 200 Besuchern des voll besetzten Kulturladens für einen unterhaltsamen Abend und überzeugte mit seiner ganz eigenen Mischung aus Humor und Verstand.

Bereits nach wenigen Minuten hatte Hoëcker das Publikum mit einer sehr persönlichen Schilderung von Fluch und Segen der neuen Medien auf seiner Seite. Brauchte man früher mehrere Wochen, um einen 36er- Film „zu verknipsen“, zu entwickeln und ausgesuchte Bilder mit der Familie zu teilen, ginge dies in Zeiten von Cloud, Dropbox, Familienfreigabe und Co. oftmals schneller, als es einem lieb sei. Besonders, wenn es sich um Motive wie Eiterpickel an uneinsehbaren Körperstellen handele, die man besser für sich behalten hätte.

Bernhard Hoëcker mahnte zu einem bewussten Umgang mit der Technik

Berichteten Bernhard Hoëcker von ihrem Beziehungsstart: Dietrich und Christel Scharfe aus Wolfhagen gaben sich im Dezember 1958 das Jawort.

Hier mahnte er für einen bewussten Umgang mit der neuesten Technik. Ob Themen wie Autonomes Fahren, Entgleisungen in der deutschen Sprache oder Netflix als Videothek zum Reinlaufen: Der Wandel der Zeit wurde kritisch beäugt, Vor- und Nachteile hinterfragt und gleichzeitig gekonnt widerlegt.

Immer im Dialog mit dem Publikum und um keinen Spruch – auch nicht auf die eigenen Kosten – verlegen, zeigte sich die 1,59 Meter große Comedy-Größe mit der, wie er selbst sagt, „auffälligen Frisur“, interessiert an den Gästen und der Region. 

Hierbei kamen unerwarteter Weise auch Wissenslücken des Comedian-Alleswissers zutage, die die Existenz des Edersees betrafen und das überraschte Publikum amüsierten. Womit er sich selbst und die Gäste für den Rest des Abends immer mal wieder auf die Schippe nahm.

Bernhard Hoëcker sorgte für Nostalgie zum Anfassen

Für Nostalgie zum Anfassen sorgte Hoëcker bei der Suche nach dem am längsten verheirateten Ehepaar im Saal. Christel und Dietrich Scharfe aus Wolfhagen berichteten, wie sie sich vor über 60 Jahren in Bad Arolsen beim Volkstanz kennen und lieben lernten und im vergangenen Dezember das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern durften. Und so schloss sich der Kreis vom Wandel der Zeit.

Karina Iffland

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