Beschwerden führen zu Umzug

Corona-Testzentrum verlässt Istha und öffnet am 1. Mai in Wolfhagens Stadthalle

Wird ab 1. Mai zum Testzentrum: Die Stadthalle Wolfhagen. Am 30. April wird die Infrastruktur vom DGH in Istha in die ehemalige Kreisstadt verlagert.
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Wird ab 1. Mai zum Testzentrum: Die Stadthalle Wolfhagen. Am 30. April wird die Infrastruktur vom DGH in Istha in die ehemalige Kreisstadt verlagert.

Das Testzentrum im Dorfgemeinschaftshaus Istha wird Ende April geschlossen. Es öffnet am Samstag, 1. Mai, in Wolfhagens Stadthalle.

Wolfhagen - Ein Grund für den Standortwechsel sind Beschwerden aus der Bevölkerung, wonach der Weg nach Istha, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, unzumutbar sei. Das bestätigte jetzt Hauptamtsleiter Kai Liebig. Auch hätten sich Lehrer ein Testzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wolfhagens Schulen gewünscht, in dem sie sich auf kurzem Wege testen lassen könnten.

Der Landkreis Kassel hatte, als es im Februar um den Aufbau einer flächendeckenden Testinfrastruktur ging, die Stadthalle als Standort vorgeschlagen, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Dies sei damals von der Stadt Wolfhagen abgelehnt worden mit dem Verweis auf die Nutzungsart der Halle als Veranstaltungsort. Der Magistrat der Stadt, so Kühlborn, habe sich nun allerdings für einen Umzug ausgesprochen. Zuvor war auch die benachbarte Kulturhalle in die Prüfung einbezogen worden. Allerdings habe das DRK, das die Testungen vornimmt, Bedenken angemeldet, da sich dieses Gebäude weniger gut belüften lasse als die Stadthalle.

Vor allem von weniger mobilen Menschen, auch von älteren Personen in der Kernstadt, werde der Weg ins Testzentrum nach Istha als beschwerlich wahrgenommen, sagt Hauptamtsleiter Kai Liebig. Die Stadthalle lasse sich von mehr Menschen zu Fuß erreichen. „Wir haben in der Kernstadt einen größeren Kreis an Nutzern“, räumt Liebig ein. Die Bewohner in den Stadtteilen seien es gewöhnt, für ihre Erledigungen in die Kernstadt fahren zu müssen, sagt der Hauptamtsleiter und bestätigt, dass der Umzug des Testzentrums nach Wolfhagen vor allem eine Reaktion auf Forderungen seitens der Kernstadtbewohner sei. Auch der anfängliche Gedanke, dass das Testzentrum für Menschen aus Naumburg und Bad Emstal ebenfalls gut zu erreichen sein möge, spiele nun keine Rolle mehr, da in beiden Kommunen inzwischen eine eigene Infrastruktur aufgebaut sei.

Als eher unproblematisch habe sich der Aspekt erwiesen, wonach die politischen Gremien ihre Sitzungen bislang in der Stadthalle abgehalten hätten und dies auch künftig tun müssten. Die konstituierende Sitzung des Parlaments könne wie geplant am 29. April in der Stadthalle stattfinden. Sitzungen, die für Zeitpunkte nach dem 1. Mai anberaumt sind, würden alternativ auf andere Standorte verlegt, könnten aber, falls erforderlich, ebenfalls in der Halle stattfinden. An diesen Tagen müsste das DRK die Tests eine Stunde früher beenden.

Wie Harald Kühlborn sagt, zähle das Testzentrum in Istha zusammen mit denen in Vellmar und Calden zu den Einrichtungen im Landkreis, die am stärksten frequentiert werden. Derzeit würden in Istha zwischen 190 und 240 Menschen auf Coronaviren getestet.

(Antje Thon)

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