Satt essen im Gottesdienst

Besonderes Abendmahl am Gründonnerstag in Wolfhagen

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Freut sich auf den Gründonnerstag: Pfarrerin Kathrin Wittich-Jung organisiert mit Wolfhager Frauen ein gemeinsames Abendessen in der Kirche. 

Einen außergewöhnlichen Gottesdienst planen Pfarrerin Kathrin Wittich-Jung und acht Wolfhagerinnen für den Gründonnerstag: In der Stadtkirche werden lange Tafeln aufgebaut, an denen bis zu hundert Personen sitzen und gemeinsam essen sollen.

Damit wird symbolisch das letzte Abendmahl von Jesus am Tag vor seiner Kreuzigung nachempfunden. Im Wolfhager Land ist dies eine Premiere. Die Pfarrerin hatte die Idee aus ihrer früheren Gemeinde mitgebracht.

Auf den festlich gedeckten Tischen werden aber nicht, wie beim üblichen Abendmahl Oblaten und Wein stehen, sondern Fingerfood, Wasser und Traubensaft. „Wir wollen uns richtig satt essen“, sagt Wittich-Jung. Das Erleben von Gemeinschaft sei dabei ein wichtiger Aspekt.

Weil vom Kind bis zum Senioren alle eingeladen sind, wird es keinen Alkohol geben. Der gesamte Gottesdienst soll an den Tischen gefeiert werden. Für eine musikalische Begleitung sorgt Bernd Geiersbach mit einer kleinen Gruppe von Instrumentalisten. Der Gottesdienst am Gründonnerstag, 18. April, beginnt um 19 Uhr.

Das traditionelle Abendmahl geht auf das letzte Abendmahl von Jesus an Gründonnerstag zurück, bevor er am Karfreitag gekreuzigt wurde.

Laut mehrerer Stellen in der Bibel saß er mit seinen Jüngern beim Abendessen, als er von Judas verraten wurde. Jesus soll während des Essens Brot und Wein gesegnet und es seinen Jüngern gereicht haben. Dabei bezeichnete er das Brot als „mein Leib“ und den Wein als „mein Blut“. Analog lauten die sogenannten Einsetzungsworte bei jedem Abendmahl.

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