Betriebe haben Bestandsschutz

Baureife für Flächen an Staden-Straße in Wolfhagen für Frühjahr erwartet

Platz für Mehrfamilienhäuser: Derzeit laufen bei der Stadt Wolfhagen die Planungen für ein kleines Baugebiet an der Hans-Staden-Straße.
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Platz für Mehrfamilienhäuser: Derzeit laufen bei der Stadt Wolfhagen die Planungen für ein kleines Baugebiet an der Hans-Staden-Straße.

Das Baurecht für die bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen an der Hans-Staden-Straße an Wolfhagens Ortsausgang könnte im zeitigen Frühjahr vorliegen. Das kündigte jetzt Bürgermeister Reinhard Schaake während der jüngsten Stadtverordnetensitzung an. Er reagierte auf eine CDU-Anfrage, die sich nach dem Planungsstand für das Areal erkundigt hatte, das in ein Wohngebiet umgewandelt werden soll.

Wolfhagen - Im vergangenen Jahr war zunächst ein privater Investor auf den Plan getreten, der gegenüber der Stadt und dem Parlament sein Interesse an dem Grundstück bekundet hatte. Seine Idee: Die Schaffung eines Wohnquartiers, in dem die Gebäude mit der modernsten Technik ausgestattet werden und in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit höchste Standards setzen. Nach mehreren Gesprächsrunden scheiterte das ambitionierte Vorhaben, weil sich Parlament und Investor nicht einig wurden.

Die Stadt Wolfhagen schmiedete daraufhin für das knapp 1,4 Hektar große Gelände eigene Pläne. Unter anderem könnten dort Mehrfamilienhäuser entstehen, sagte Ingo Ziesing, Mitarbeiter der Abteilung Energie und Stadtentwicklung im Rathaus. Die Fläche ließe sich wahlweise in sechs größere Grundstücke portionieren, aber auch kleinere Unterteilungen seien denkbar. Die Bauleitplanung liegt in den Händen des Büros AKP in Kassel. Im Frühjahr wurden die Träger öffentlicher Belange und die Bürgerschaft frühzeitig an dem Vorhaben beteiligt. Spätestens dabei hätten sich zwei Faktoren herauskristallisiert, die bei dem Vorhaben zu berücksichtigen seien, so Schaake.

So befinden sich in der Nachbarschaft nämlich zwei Betriebe, die Bestandsschutz genießen. Bei dem einen handelt es sich um einen Zimmereibetrieb, bei dem anderen um eine Landwirtschaft mit Schafhaltung. Wer dort hinbaue, müsse akzeptieren, dass ab und an eine Säge kreischt und der Wind den Geruch der Schafe über die Wiesen weht. Daher würden unter anderem besondere Abstandsregelungen getroffen. Speziell beim landwirtschaftlichen Betrieb müsse noch geklärt werden, inwieweit die Tierhaltung mit dem Bauvorhaben in Einklang gebracht werden könne, so der Rathauschef.

Sobald das Gutachten über die Geruchsentwicklung erstellt und ausgewertet sei, könnten sich die politischen Gremien erneut mit dem Vorhaben befassen. Seine Verwaltung gehe davon aus, dass der Beschluss für die Offenlage noch in diesem Jahr erfolge, sagte Reinhard Schaake. Daran würde sich dann Anfang kommenden Jahres der Satzungsbeschluss anschließen, mit dem Baurecht geschaffen wird. Parallel laufe bereits die Planung zur Erschließung des Grundstücks.

Laut Ziesing lägen der Verwaltung bereits einige lockere Anfragen von Bauinteressenten vor. Allein mit ihnen ließen sich nahezu alle Flächen an der Hans-Staden-Straße vermarkten.

(Von Antje Thon)

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