Phishing-Mails in Istha

Betrugsmasche über DHL-Logo: Gerade in der Corona-Zeit sind noch mehr Kriminelle im Netz aktiv

Diese E-Mail bekam der Ortsvorsteher aus Istha: Eine Betrugsmasche mit Logo von DHL wirkt auf den ersten Blick echt und hat das Ziel, Daten des Empfängers auszuspähen.
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Diese E-Mail bekam der Ortsvorsteher aus Istha: Eine Betrugsmasche mit Logo von DHL wirkt auf den ersten Blick echt und hat das Ziel, Daten des Empfängers auszuspähen.

Eine E-Mail von DHL: Der Empfänger wird darauf hingewiesen, dass sein Paket aufgrund fehlender Zollgebühren nicht zugestellt werden kann. Doch dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch.

Istha - Die Zollgebühren sind gering. „Der Betrag ist auch sicher nicht das Ziel des Betruges“ ist sich Isthas Ortsvorsteher Wolfgang Hensel sicher. Viel mehr soll der Empfänger einem Link folgen. Damit wird dann entweder ein Virus auf den Rechner gespielt oder aber Daten ausgespäht, um Pakete umleiten zu können. „Gerade jetzt in der Coronazeit, wo sich verstärkt Einzelhändler im Online-Markt behaupten, gibt es auch verstärkte Aktivitäten von Betrügern im Netz“, erklärte Matthias Mänz vom Polizeipräsidium Nordhessen.

Wolfgang Hensel erklärte, dass auch er zunächst an die Echtheit geglaubt hätte, doch ihm seien schnell Zweifel gekommen. Und so habe er sich die Mail genauer angesehen, ohne den Link zu öffnen. Typisch auch für sogenannte Phishing-Mails: Man kann sie nicht weiterleiten. So auch bei Hensel: „Meine Sicherheitssoftware hat das gleich gemeldet und mir angezeigt, dass es sich bei der Mail um eine Spam-Mail handelt“, erklärte Hensel.

Unter dem Begriff Phishing versteht man Versuche, sich über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner in einer elektronischen Kommunikation auszugeben. Ziel des Betrugs ist es zum Beispiel an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen. Auch der Verbraucherschutz warnt davor, den Link zu öffnen. Viel mehr soll die E-Mail an den Verbraucherschutz gesendet werden (als Screenshot vom Bildschirm) an kontakt@verbraucherschutz.com. Nur so lassen sich Betrugsmaschen nachvollziehen und auswerten.

Der Paketdienstleister DHL warnt ebenfalls auf seiner Internetseite vor dieser Betrugsmasche. „In den meisten Fällen sind Onlinewarenverkäufe betroffen, bei denen gefordert wird, die Zahlung zu leisten, bevor die Ware geliefert wird. Bitte beachten Sie, dass DHL grundsätzlich nicht zur Vorabzahlung von Waren auffordert“, heißt es in der Mitteilung von DHL. Auch hier gibt es ein Portal, an das sich Nutzer wenden können. Ebenfalls bittet DHL darum, die Betrugsmails per Foto zu schicken (dhl.com), um diese auswerten zu können. „Diese Phishing-Mails ebben auch bundesweit nicht ab und werden weiter Thema bleiben. Deshalb sind wir in Sachen Fake-Shops, Cyberkriminalität und Phishing nach wie vor präventiv sehr stark unterwegs“, erklärte Matthias Mänz vom Polizeipräsidium Nordhessen. (Monika Wüllner)

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