Comedy mit ernsten Untertönen 

Bodo Bach mit neuem Programm in Niederelsungen

Niederelsungen. Bodo Bach strapazierte mit seinem Programm in Niederelsungen die Lachmuskeln der Besucher. Wir waren dabei, als er über Möbelhäuser und Glücksspiel herzog. 

Das Publikum im ausverkauften Haus des Gastes am Samstagabend schon, bevor Robert Treutel alias Bodo Bach überhaupt auf der Bühne zu sehen war.

Mit lustigen Szenen auf einer Leinwand wurden die Besucher schon mal in den richtigen Lachmodus gebracht.

„Pech gehabt“ heißt das neueste Programm Bodo Bachs. Dabei machte der Comedian klar, dass „das Glück nicht weg ist, wenn man mal Pech hat, das hat nur ein anderer“. Laut Bach werden Pech und Dummheit oft verwechselt. 

Als Anschauungsmaterial musste ein Ikea-Besuch an einem Samstag, mitsamt Stau auf der Autobahn und dem Massenschieben durchs Möbelhaus und der Markthalle herhalten. 

Damit hatte der gebürtige Frankfurter schon die ersten Lachsalven beim Publikum hervorgerufen, denn solche Situationen sind jedem vertraut.

Schon nach kurzer Zeit hatte der Comedian mit südhessischer Dialekteinfärbung die Besucher fest im Griff, nicht zuletzt durch wiederholte Kommunikation mit ihnen. Spontan bezog er das Publikum schlagfertig, witzig und frech mit ins fast dreistündige Programm ein. 

Das galt im besonderen Maße für Guido, der in der ersten Reihe sitzend einiges auszuhalten hatte. Mit lustigen Wortspielereien, teilweise recht frivol und boshaft, nahm der Entertainer das Alltagsleben treffend aufs Korn. Locker und gelassen stand er auf der Bühne und berichtete aus seinem Leben: von seinen esoterischen Nachbarinnen, von veganen Glückspielgewinnen, von Weinwanderungen ohne Wandern und seinem Documenta-Besuch, wo er einen Feuerlöscher für ein Kunstwerk gehalten hat. Lachsalven und viel Zwischenapplaus vom Publikum.

Allgegenwärtig in Bodo Bachs Erzählungen sind zudem seine belesene Frau Gerda und sein phlegmatischer Sohn Rüdiger, der noch im „Hotel Mama“ lebt. „Für den Sohn suche er dringend eine Frau, da er noch einen Enkel auf den Knien schaukeln möchte, solange es noch seine eigenen sind“ erzählte er den Zuschauern und fragte gleichzeitig nach geeigneten Ehepartnerinnen aus Niederelsungen.

Nach der Pause reiste der Protagonist mit dem Publikum in die Kindheit und Jugend und schwelgte in Erinnerungen an alte Fernsehsendungen. „Die von der Leyen Familie hieß damals Waltons“, meinte Bodo Bach.

Zum Schluss des Comedy-Abends überraschte der Entertainer mit leicht philosophischen Reflexionen über Glück und Pech, über das Gestern und Heute sowie über die fortschreitende Digitalisierung und Helikopter-Eltern. Und das alles immer mit einem Schuss Sarkasmus, gepaart mit Ironie. 

Als Zugabe noch ein paar humorvolle Bemerkungen über Wohnmobil-Fans und Sponsor Uwe Gante sowie über Thomas Rehm, den privaten Veranstalter. Frenetischer Applaus für einen lustigen Abend.

Rubriklistenbild: © Foto: Ursula Neubauer

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