Betroffene Bäume schnell entfernen

Borkenkäfer im Wolfhager Land: Befall noch nicht besorgniserregend

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Auf der Suche nach dem Borkenkäfer: Friedrich Vollbracht, Leiter des Reviers Wolfhagen, untersucht eine Fichte auf Befall durch den Schädling. 

Wolfhager Land. In vielen Forstämtern der Region ist im Moment der Borkenkäfer im Gespräch.

Der durch den Sturm Friederike entstandene Windwurf in Kombination mit der Trockenheit der vergangenen Wochen bietet den Käfern gute Entwicklungsgrundlagen, sodass eine kritische Vermehrung befürchtet wird.

Im Gebiet des Forstamtes Wolfhagen hält sich der Befall noch in Grenzen, sagt Forstamtsleiter Uwe Zindel. Er führt das darauf zurück, dass im Wolfhager Land durch den Sturm eher Nester und einzelne Bäume als Windbruch entstanden sind, statt größere Flächen. „Buchdrucker und Lineatus treten natürlich auf, sind im Moment aber noch nicht besorgniserregend“, sagt Uwe Zindel. Die zum Forstamt gehörenden Reviere verfolgen dabei die Methode der „Sauberen Wirtschaft“. Das bedeutet, befallene Bäume sollen möglichst schnell aus dem Waldbestand entfernt werden. Dadurch hoffen die Forstmitarbeiter, den Befall auch im Herbst und Winter noch unter Kontrolle zu haben.

Die Borkenkäfer schaden der Holzwirtschaft und können die Waldstruktur negativ beeinflussen, sind aber gleichzeitig auch wichtiger Bestandteil des Ökosystems. „Als Art sind die Borkenkäfer durchaus wichtig, denn sie sind Nahrung für spezialisierte Räuber, wie den Ameisenbuntkäfer.“ So sei es wichtig, nur die massenhafte Vermehrung zu verhindern, nicht aber das Auftreten der verschiedenen Borkenkäferarten an sich.

Damit dies möglich ist, kontrollieren die Förster den Wald intensiv auf Befall. Die Gefahr kann auch aus Nachbarforsten, die mit vermehrtem Befall zu kämpfen haben, auf die eigenen Reviere übergreifen. Bis weit in den Winter hinein muss der Bestand überwacht werden, um eine massenhafte Überwinterung des Käfers im Forstbestand zu verhindern. 

Auch im Schwalm-Eder-Kreis bereiten die Borkenkäfer große Probleme. 

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