Schnelles Internet in der Region

Breitband Nordhessen: Gemeinden im Wolfhager Land sind zufrieden

Wolfhager Land. Breitband Nordhessen soll schnelles Internet bringen. Diemelstadt geht der Ausbau zu langsam voran. Die Wolfhager Gemeinden wollen aber keinen Druck ausüben.

Eine schnelle Internetverbindung zählt mittlerweile neben einer guten Straßen- und Bahnanbindung zu den zentralen Punkten der Infrastruktur. Viele ländliche Regionen hinken jedoch bei den Geschwindigkeiten für das Internet noch deutlich hinterher. Während die Kommunen im Wolfhager Land zufrieden sind, geht Diemelstadt (Kreis Waldeck-Frankenberg) das Großprojekt Breitband Nordhessen zu langsam voran.

„Wir sind nach wie vor ein weißer Fleck auf der Landkarte“, sagt der erste Stadtrat Dieter Oderwald. „Unternehmen und Bürger stehen uns auf den Füßen.“ Deshalb zog die Stadt bereits einen Ausstieg aus dem Großprojekt in Erwägung. Das sei aber nicht ohne weiteres möglich.

Die Städte und Gemeinden im Altkreis Wolfhagen sehen keinen Bedarf, Druck auszuüben. Die Anbindung variiere zwar je nach Ortsteil, meist sei sie aber nach Angaben der Gemeinden ausreichend. Dennoch gibt es aus manchen Teilen Beschwerden von Bürgern oder Unternehmen. In Zierenberg gibt es laut Christian Fischer, Leiter des dortigen Bauamts, immer wieder Anfragen nach schnelleren Anschlüssen. „Die Internetgeschwindigkeit ist heute ein entscheidendes Standort-Argument.“

Einen Ausstieg aus dem Projekt und ein weiteres Handeln in Eigeninitiative hat jedoch noch keine der Kommunen im Wolfhager Land erwogen. Übereinstimmend sind die Vertreter der Auffassung, dass das Großprojekt, das 30 Megabit pro Sekunde gewährleisten soll, seine Zeit dauere.

Nach Angaben von Kathrin Laurier, Geschäftsführerin von Breitband Nordhessen, befindet sich der Ausbau im Zeitplan. Zurzeit laufe die Ausschreibung für den Bau. Im Frühjahr des kommenden Jahres sollen die Verträge unterzeichnet werden. Dann soll der Bau der 2384 Kilometer Glasfaserkabel beginnen, der 143,2 Millionen Euro kosten wird.

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