Pfad durch die Altstadt 

Bronzefigur von Hans Staden soll am Hospitalsplatz aufgebaut werden

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Wartet darauf, in Wolfhagen aufgebaut zu werden: Die Bronzefigur des Wolfhager Abenteurers Hans Staden. Wie Ingo Ziesing, Mitarbeiter der Stadt Wolfhagen, sagt, laufen derzeit die vorbereitenden Arbeiten am Hospitalsplatz. 

Wolfhagen. Hans Staden wartet seit fünf Monaten im Keller des Wolfhager Rathauses. Die mächtige Bronzestatue, die die Grebensteiner Künstlerin Karin Bohrmann-Roth angefertigt hat, soll auf dem Hospitalsplatz aufgebaut werden.

Der Platz wird derzeit neugestaltet. Die Bronzefigur des Brasilienabenteurers (1525 - 1576) ist Bestandteil eines Pfades, der sich durch die Altstadt schlängeln und der in den kommenden Jahren errichtet werden soll.

Ex-Bürgermeister Giselher Dietrich, Sprecher der Aktionsgemeinschaft, die sich federführend um das Staden-Projekt kümmert, dauert das alles zu lange. Dort mache sich deshalb auch zunehmend Enttäuschung breit. Die letzten Beschlüsse in den politischen Gremien seien im Oktober gefasst worden, „Hans Staden liegt seit Juni im Keller“, sagt Dietrich, der sich in den vergangenen Monaten intensiv um Spenden für das Vorhaben gekümmert hat. Allein 25 000 Euro des Geldes flossen in die Statue. Und auch für zwei von insgesamt sieben Bronzereliefs reicht das Geld, das die Aktionsgemeinschaft bestehend aus Heimat- und Geschichtsverein, Regionalmuseum, Förderverein der Lions und Hans-Staden-Stiftung gesammelt hat.

Nach Angaben Dietrichs soll der Pfad sieben Stationen enthalten, an denen Wissenswertes aus Leben und Werk des Mannes preisgegeben werden, der seine Reiseerlebnisse in dem 1557 erschienenen Buch „Warhaftige Historia“ veröffentlicht hat. Beginnend vom Hospitalsplatz werden Interessierte zum ehemaligen Amtsgericht und von dort zur Alten Post an der Schützebergerstraße geleitet. Weitere Standorte sind die Kreuzung Mittelstraße/Triangelstraße, Rathaus, Kirche und der Burggarten, wo in unmittelbarer Nachbarschaft das Regionalmuseum in einer Abteilung über das Leben Hans Stadens informiert. Allein die Kosten für alle sieben Reliefs schlagen mit 35 000 Euro zu Buche.

Neben der Würdigung, die dem berühmtesten Sohn Wolfhagens zuteil werden soll, verbindet Ex-Bürgermeister Dietrich den Pfad auch mit der Idee, Touristen und Besucher durch die Straßen und Gassen der Altstadt zu lotsen.

Der Kopf der Aktionsgemeinschaft geht davon aus, dass die Statue erst im Frühjahr aufgebaut werden kann. „Das hängt mit der Witterung zusammen.“ Denn der Abenteurer soll in ein aus Porphyr angedeutetem Schiff aufgestellt werden. Um die Steine, die bis zu einen halben Meter aus dem Boden ragen sollen, verkleben zu können, müsse es trocken sein.

Michael Joost vom Bauamt der Stadt Wolfhagen sagte auf Anfrage der HNA, dass die Figur zumindest theoretisch auch früher installiert werden könne, dann allerdings würde Hans Staden inmitten einer Baustelle stehen.

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