Frühes Ergebnis - nur ein Kandidat ohne Gegner

Bürgermeisterwahl in Wolfhagen: Stimmauszählung in rekordverdächtiger Zeit

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Eleganter Wurf: Die Wahlzettel aus den Urnen wurden nach Schließung der Wahllokale auf Tische gekippt, zügig ausgezählt und das Ergebnis per Telefon ins Rathaus gemeldet. Unser Foto zeigt Roman Krettek.

Wolfhagen. Er geht in die vierte Amtszeit: Das Reinhard Schaake Bürgermeister in Wolfhagen bleibt, war am Sonntagabend bereits sehr früh klar. 

Kurz nach 16 Uhr wagten Roman Krettek und Volker Schnegelsberg in der Wolfhager Stadthalle eine Prognose: Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl sei zwar tatsächlich mäßig, aber man halte bei dieser Bürgermeisterwahl einen Wert von mehr als 30 Prozent noch für möglich.

Beide saßen da schon ein paar Stunden am Tisch des Wahlbezirks I, hatten erlebt, dass selten mehr als sieben der 15 Wahlkabinen besetzt waren, aber auch die beiden Phasen, in denen am meisten los war im großen Saal: mittags und am Nachmittag, zur Kaffeezeit. Ob dabei der Kuchen lockte, den die Fördervereine zweier Wolfhager Kindergärten im Wahlcafé im kleinen Saal anboten? Über Langeweile habe man sich jedenfalls während des Wahldienstes zur Bürgermeisterwahl in Wolfhagen nicht beklagen können, bestätigten die Wahlhelfer, für die es um 18 Uhr dann doch noch hektisch wurde.

Früh übt sich: Interessiert beobachtete der sechs Monate alte Daniel, wie Papa Manfred Kul und Mama Marina Kul in der Wolfhager Stadthalle ihre Stimme abgaben.

Dann nämlich wurden die Türen kurz verriegelt, die Tische mittig im Saal zusammengeschoben und wenig später die Halle wieder für das Publikum geöffnet. Das Leeren der Wahlurnen und das Auszählen der Zettel war öffentlich.

Erstes Ergebnis aus Nothfelden

All zu kompliziert war das Prozedere in diesem Fall nicht, es gab nur den Kadidaten Reinhard Schaake und nur die Möglichkeit Ja oder Nein anzukreuzen. Während in den Wahllokalen wie der Stadthalle eifrig ausgezählt wurde, wartete man im Wolfhager Rathaus mit Spannung auch die Ergebnisse der einzelnen Stadtteile. Als Erstes kam um 18.10 Uhr das Ergebnis aus Nothfelden: 61,4 Prozent für Schaake. Es sollte das schlechteste Ergebnis für den Bürgermeister an diesem Abend bleiben.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Deutlich vor 19 Uhr lagen alle Teilergebnisse vor, und es stand zweifelsfrei fest, dass es Reinhard Schaake erneut geschafft hatte. Der hatte das Einlaufen der Ergebnisse im Rathaus-Foyer verfolgt und nahm nun durchaus erleichtert die Glückwünsche der Besucher entgegen.

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