Wald der Zukunft muss umgebaut werden

Klimawandel: Bund fördert einmaliges Waldprojekt im Wolfhager Land

Wolfhager Land. Robuster soll er werden, artenreicher und vielschichtiger. Der Wald der Zukunft muss umgebaut werden, wenn er dem klimatischen Wandel mit steigenden Temperaturen und langen Trockenphasen trotzen soll. Darin sind sich Wissenschaftler und Forstleute einig.

Wie dies unter Beteiligung unterschiedlicher Nutzergruppen geschehen kann, soll ein Pilotprojekt zeigen, das bundesweit einmalig ist und für die Kommunalwälder Zierenbergs, Wolfhagens, Naumburgs und Caldens vom Bundesumweltministerium nun genehmigt wurde.

Die Herausforderungen des Projektes „Erfolgreiche Klimaanpassung im Kommunalwald - KlimWald“ sehen die Akteure der Uni Kassel, von Hessen Forst, der Nordwestdeutschen Versuchsanstalt und den beteiligten Kommunen in den gesellschaftlichen Konfliktfeldern, die die Veränderungen des Waldes provozieren werden. Waldeigentümer, Naturschützer, Jägerschaft, Erholungssuchende - sie alle haben eigene Ansprüche an den Wald und sie alle sollen in bislang nicht erprobter Weise zusammenarbeiten.

„Es geht um die Suche nach einem Konsens“, sagt Prof. Ulf Hahne vom Fachgebiet Ökonomie der Stadt- und Regionalplanung an der Uni Kassel. Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen, erwartet für die zweieinhalbjährige Förderphase einen spannenden Prozess.

Auf drei Arbeitsbereiche wollen sich die Beteiligten am Projekt konzentrieren, das etwa 460 000 Euro kostet und das der Bund mit 300 000 Euro fördert. So soll die waldbauliche Anpassung für die vier Kommunen definiert werden. Als zentraler Bestandteil soll eine Bejagungsstrategie entwickelt werden, von der der Wald profitiert und die es erlaubt, dass sich die Bäume von den Schälschäden des Rotwildes erholen. Schließlich sollen die kommunikativen Prozesse zwischen den verschiedenen Interessensgruppen begleitet werden.

Von Antje Thon

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