Bundestagswahl

CDU verliert in Wolfhagen und Naumburg deutlich – SPD im Altkreis vorn

Stimmenauszählung in der Wolfhager Stadthalle: Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt bei 74 Prozent. Im gesamten Wahlkreis 167 waren es 75 Prozent.
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Stimmenauszählung in der Wolfhager Stadthalle: Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt bei 74 Prozent. Im gesamten Wahlkreis 167 waren es 75 Prozent.

Die Wähler im Wolfhager Land haben mit dafür gesorgt, dass die SPD im Wahlkreis 167 als klare Siegerin dasteht.

Wolfhager Land – Ihr bestes Ergebnis fuhr die Hofgeismarer SPD-Kandidatin Esther Dilcher mit 50,8 Prozent der Stimmen zwar in der Gemeinde Wesertal und in weiteren Kommunen im nördlichen Landkreis Kassel ein, aber auch in Bad Emstal, Breuna, Habichtswald und Zierenberg holte sie mitunter deutlich mehr als 40 Prozent der Stimmen und ließ ihren ärgsten Konkurrenten, Armin Schwarz (CDU), hinter sich.

Die stärksten Zuwächse im Wolfhager Land verbuchte die 56-Jährige in Naumburg (+7,1) und Wolfhagen (+5,9) und damit in zwei Kommunen, die bei der Bundestagswahl vor vier Jahren noch in CDU-Hand waren. Dort haben sich die Verhältnisse nun umgekehrt.

Und damit wurde die SPD sowohl mit Esther Dilcher, als auch mit den Zweitstimmen in allen sechs Städten und Gemeinden des Altkreises Wolfhagen stärkste Kraft.

Strahlende Siegerin: Esther Dilcher verteidigt ihren Wahlkreis. Mit ihr freut sich SPD-Parteikollege Günter Rudolph.

Zugelegt gegenüber der Wahl vor vier Jahren haben auch Grüne und FDP

Die CDU musste gegenüber der Wahl 2017 deutliche Verluste hinnehmen. Im Wolfhager Land fielen diese bei der Erststimme mit -10,3 Prozentpunkten in Wolfhagen, Naumburg (-9,8) und Zierenberg (-9,4) am deutlichsten aus. Besonders groß ist der Abstand zwischen Dilcher (44,3) und Schwarz (24,3) in Bad Emstal, dort klaffen zwischen Amtsinhaberin und Herausforderer 20 Prozentpunkte.

Zugelegt gegenüber der Wahl vor vier Jahren haben auch Grüne und FDP. In Habichtswald holten die Grünen mit 13 Prozent bei den Erst- und 13,9 Prozent bei den Zweitstimmen sogar das beste Ergebnis der Partei (10,0 / 10,9) im Wahlkreis 167.

Die AfD bekam einen Dämpfer

Mit Ausnahme von Breuna bescherten die Wähler mit beiden Stimmen den Grünen einen dritten Platz – vor vier Jahren hatten sie hinter AfD, FDP und der Linke auf Platz sechs gelegen.

Einen Dämpfer erteilten die Wähler der AfD. 2017 noch drittstärkste Kraft, verloren die Rechtspopulisten nun deutlich. Am besten schnitt Kandidat Jan Nolte mit 9,6 Prozent noch in Wolfhagen ab, in Breuna sicherte er sich mit 9,2 Prozent den dritten Platz. Bei den Zweitstimmen aber landete die AfD in allen Kommunen im Altkreis Wolfhagen auf dem fünften Platz hinter der FDP. (Antje Thon)

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