Coronavirus in Kassel

Öffnung der Wolfhager Klinik im Gespräch - Vorbereitung für Katastrophenfall

Corona in Kassel: Öffnung der Klinik in Wolfhagen im Gespräch
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Corona in Kassel: Zu einer Öffnung der Klinik in Wolfhagen könnte es kommen, wenn in Hessen der Katastrophenfall ausgerufen wird.

Zur Vorbereitung auf Corona im Landkreis Kassel wird nun die Wiedereröffnung der Klinik in Wolfhagen diskutiert. Dort sollen Coronavirus-Patienten im Katastrophenfall betreut werden.

  • Vorbereitung für Katastrophenfall wegen Coronavirus in Hessen
  • Kreisklinik Wolfhagen (Landkreis Kassel) könnte stationären Betrieb wieder aufnehmen
  • Die neuesten Entwicklungen zu Corona im Kreis Kassel im News-Ticker

Wolfhagen – Die Kreisklinik Wolfhagen im Landkreis Kassel soll im Katastrophenfall den stationären Betrieb wieder aufnehmen: Dieses Signal sendeten gestern (21.03.2020) unabhängig voneinander die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) und derLandkreis Kassel. Hintergrund ist die erwartete massive Zunahme von Corona-Erkrankten in den kommenden Wochen.

Laut GNH-Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Knapp habe man einen vierstufigen Krisenplan entwickelt, der Planungen für Infrastruktur, Personal und Material beinhalte. „Aktuell befinden wir uns in Stufe eins. Aufgrund der übergreifenden Koordination und dem Aussetzen von Behandlungen sind wir gut aufgestellt. Das heißt auch: Die Kapazitäten der Kreisklinik Wolfhagen sind nicht verloren, sondern in den anderen Einrichtungen gebündelt. So wurden zum Beispiel die Beatmungsplätze in Hofgeismar aufgestockt. Aber natürlich steht es außer Frage, dass der Standort Wolfhagen für die letzte Stufe, den Katastrophenfall, grundsätzlich betriebsbereit gehalten wird.“

Coronavirus in Kassel: Wiederaufnahme des Betriebs im Katastrophenfall

Schon am Mittag hatte sich der Landkreis zum Thema geäußert: Sollte in Hessen der Katastrophenfall ausgerufen werden, wird die Koordination der Lage vor Ort den Landkreisen und kreisfreien Städten übertragen.

„Sollte es so weit kommen und wir die Möglichkeiten dazu haben, kümmern wir uns darum, dass alle Ressourcen für erkrankte Covid-Patienten im Landkreis Kassel genutzt werden“, sagte Landrat Uwe Schmidt. Dazu zähle auch die Wiederaufnahme des stationären Betriebes in der Wolfhager Klinik. Aufgekommen war die Diskussion, weil gestern bekannt wurde, dass die ehemalige Koch-Klinik in Kassel für die Aufnahme von Patienten vorbereitet wird.

Corona in Kassel: Intensivkapazität kann ausgebaut werden

„Wir sind gegenwärtig sehr gut auf die Krise vorbereitet“, sagt Dr. Thomas Fischer, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums Kassel. „Wir haben neben der Notaufnahme separate Covid-19-Stationen eingerichtet, sowohl für die Regelversorgung als auch für die intensivmedizinische Betreuung. An unseren Primärstandorten, dem Klinikum Kassel, der Kreisklinik Hofgeismar und dem Krankenhaus Bad Arolsen haben wir annähernd 120 intensivmedizinische Plätze.“

Am Klinikum Kassel sei eigens eine Intensivstation mit 18 Betten für schwerkranke Covid-19-Patienten (neuartiger Coronavirus) eingerichtet worden. Die Intensivkapazität könne bei Bedarf ausgebaut werden.

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