Bauprojekte auf der Kippe

Coronakrise hat auch Auswirkungen auf kommunale Projekte im Wolfhager Land

Nach einem jahrelangen Aufschwung rechnet die Baubranche in Folge der Coronakrise mit einem Einbruch. Der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen warnen vor einem Auftragsloch.
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Nach einem jahrelangen Aufschwung rechnet die Baubranche in Folge der Coronakrise mit einem Einbruch. Der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen warnen vor einem Auftragsloch.

Um die Hilfsprogramme für die Wirtschaft zu finanzieren, wird es Einsparungen geben. Davon könnten auch laufende und zukünftige Bauprojekte betroffen sein.

Wolfhager Land – Nach einem jahrelangen Aufschwung rechnet die Baubranche in Folge der Coronakrise mit einem Einbruch. Der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen warnen vor einem Auftragsloch und appellieren an die öffentlichen und privaten Auftraggeber, Bauprojekte, wo immer möglich, fortzuführen.

„Wir haben Angst, dass Bund und Länder Mittel und Aufträge streichen“, sagt Anne Fenge, Bezirksgruppenvorsitzende des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen für Nordhessen und Geschäftsführerin des Kasseler Bauunternehmens Hermanns AG. Es werde zwangsläufig Einsparungen geben, um die Hilfsprogramme für die Wirtschaft zu finanzieren. 

„Wir sind in großer Sorge, dass dann die Baukonjunktur abgewürgt und es einen starken Einbruch geben wird“, sagt Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Besonders komme es auf die Kommunen an. Fenge und Siebert appellieren an sie, laufende Bauprojekte fortzuführen und trotz der Krise Nachfolgeprojekte auf den Weg zu bringen.

Wahrscheinlich Einbruch bei der Gewerbesteuer und Einkommenssteuer

Doch die leiden genauso unter der Krise und können derzeit nichts versprechen: Einnahmen brechen weg, Ausgaben gibt es trotzdem. In Folge der Corona-Pandemie ist aber besonders im Bereich Gewerbesteuer und Einkommenssteuer mit massiven Einbußen für die Kommunen zu rechnen.

„Wir können nicht ausschließen, dass wir die Notbremse treten müssen“, sagt Kai Liebig, Amtsleiter bei der Stadt Wolfhagen. Angesichts befürchteter desolater Finanzentwicklung müsse man sich bei den Projekten jeden Einzelfall genau ansehen. Und dabei könne sich herausstellen, dass geplante Projekte verschoben oder sogar ganz gecancelt würden.

Ähnlich sieht es zum Beispiel auch in Zierenberg und Habichtswald aus. Dort werde laut Auskunft aus den Rathäusern die Krise möglicherweise Einfluss auf geplante Projekte haben. Laut Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue sollen jedoch die Immobilienprojekte in Ehlen trotz Krise im Sommer beginnen.

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