Lockdown ab Mitwoch: Einzelhändler schließen, Schulen gehen in den Notbetrieb

Das Wolfhager Land macht dicht

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Die Schulen schließen: Wegen des Lockdowns werden ab morgen die meisten Schüler von zu Hause aus arbeiten. Unser Foto entstand in der Zierenberger Selbert-Schule. Bis Freitag gibt es noch eine Notbetreuung. 

Ab morgen gilt der von Bund und Ländern beschlossene harte Lockdown: Der Einzelhandel muss schließen, Friseure machen dicht, Schulen und Kindergärten gehen in den Notbetrieb.

Wolfhager Land. Wie reagieren die Menschen im Wolfhager Land auf die verschärften Regeln? „Wir haben ja nun schon Erfahrungen aus dem Frühling“, sagt Ulf Imhof, Leiter der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal. Daher reagiere man gelassen auf das Ende des Präsenzbetriebs. Am Dienstag (15.12.), dem letzten Schultag, werde der Klassenlehrer in den letzten zwei Stunden die Schüler mit Lernmaterial versorgen.

Eine Notbetreuung gebe es noch bis Freitag (18.12.). Schulleiter Imhof hofft, dass der Schulbetrieb am 11. Januar wieder aufgenommen werden kann. Wenn nicht, bereite man noch in den Ferien den Distanzunterricht vor.

„Der Lockdown ist zwar für uns finanziell eine Katastrophe, allerdings müssen wir jetzt an die Patienten in den Krankenhäusern und die Pflegekräfte denken“, sagt Friseurin Melanie Leck-Scheuermann von der Hairlounge in Breuna. Sie sei sich da mit ihrer Geschäftspartnerin Franziska Fischer-Bornscheuer einig. „Es ist eine harte Zeit, aber wir müssen jetzt zusammenhalten.“ Die Kunden reagierten sehr verständnisvoll auf die Schließung des Salons. „Wir versuchen am letzten Tag, noch möglichst viele Kunden zu bedienen. Natürlich unter Einhaltung der Hygiene-Regeln.“

Auch das Blumengeschäft Heinemann in Wolfhagen muss schließen. „Wir können allerdings, genauso wie im Frühling, unseren Kunden ein Abholangebot machen“, erklärt Iris Heinemann. Per Anruf oder Mail könne bestellt werden. „Natürlich tut uns das richtig weh, weil das Weihnachtsgeschäft für uns wichtig ist. Ein paar Tage mehr hätten uns genützt.“

„Ein harter Einschnitt für alle, aber die Gesundheit geht vor“, so äußern sich die Rathauschefs Thomas Raue aus Habichtswald und Reinhard Schaake aus Wolfhagen. „Der jetzige Lockdown kommt sechs Wochen zu spät, die Ministerpräsidenten hätten auf die Kanzlerin hören sollen“, ergänzt Raue.

An Schulen entfällt ab Mittwoch die Präsenzpflicht. Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können, dürfen sie weiter in die Schule schicken. Die Regelung gilt für alle Schulformen und Jahrgangsstufen gleichermaßen. Für Kindergärten gilt dasselbe. Der Einzelhandel muss schließen. Läden mit einem Sortiment für den täglichen Bedarf (etwa Supermärkte, Drogeriemärkte, Apotheken) bleiben geöffnet. Auch Dienstleister wie Friseure machen morgen zu. (Bea Ricken)

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