Schulabschluss

Die Abschlussklassen im Wolfhager Land haben nicht unter Corona gelitten

Abi in Corona-Zeiten: Trotz der Einschränkungen konnten die Schüler sehr gute Ergebnisse erzielen. Unser
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Abi in Corona-Zeiten: Trotz der Einschränkungen konnten die Schüler sehr gute Ergebnisse erzielen. Unser

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die Schüler ihren Abschluss gemacht. Nicht etwa mit schlechteren Ergebnissen. Teilweise wurden sogar Bestleistungen erzielt.

Wolfhager Land – „Ihr habt keinen Corona-Abschluss“, hat Dr. Dietmar Johlen, Schulleiter der Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen, in seiner Abschlussrede gesagt.

Die Schüler müssten sich nicht verstecken, meint er – ihr Abschluss sei genauso viel wert wie zu normalen Zeiten. Das spiegele sich auch in den Noten wider: Die Leistungen haben sich durch Corona weder verbessert noch verschlechtert, so Johlen. Auch Schulabbrecher oder Wiederholer habe es nicht überdurchschnittlich mehr gegeben.

An der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule waren es laut Schulleiter Ludger Brinkmann sogar deutlich weniger Schüler, die ihr Abitur wiederholen mussten oder nicht zugelassen wurden. Mehr noch: Der diesjährige Abiturjahrgang war der beste, den die Schule je hatte – und das trotz Corona, so Brinkmann.

Mehr Zeit zum Lernen durch Corona

Das liege unter anderem daran, dass durch den Lockdown viele Ablenkungsmöglichkeiten fehlten und die Schüler so mehr Zeit zum Lernen gehabt hätten. Dazu komme, dass jegliche Fahrten und Ausflüge ausfielen und so mehr Zeit für den Unterricht zur Verfügung gestanden habe.

Bei den Jüngeren gab es hingegen laut Brinkmann eher Schüler, die Probleme hatten, alleine zuhause lernen zu müssen. Und auch fehlende soziale Kontakte lasteten auf der Psyche. Digitale Probleme habe es nur vereinzelt gegeben.

„Distanzunterricht kann Präsenzunterricht nicht ersetzen“

Eine so gute Vorbereitung wie in diesem Jahr gab es vorher noch nie, sagt Lars Grenzemann, Schulleiter der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg. Das zeige sich vor allem an den sehr guten Ergebnissen der Abschlussklassen.

Den Grund dafür sieht der Schulleiter darin, dass die Abschlussklassen als erste zum Präsenzunterricht zurückgekehrt sind. „Distanzunterricht kann Präsenzunterricht nicht ersetzen“, ist sich Grenzemann sicher.

Das zeige sich auch an den jüngeren Jahrgängen, die deutlich länger in Distanz unterrichtet worden und bei denen die coronabedingten Veränderungen problematischer gewesen seien. Trotz der guten Ergebnisse sei die Situation „super schwierig“ gewesen, wie Grenzemann sagt. (Lea-Sophie Mollus)

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