Die Energiewende betrifft uns alle

Erfinderlabor ermöglichte Wolfhagerin spannende Einblicke

Die 19-jährige Schülerin Hannah Appel war eine der acht Teilnehmerinnen am diesjährigen Erfinderlabor.
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Die 19-jährige Schülerin Hannah Appel war eine der acht Teilnehmerinnen am diesjährigen Erfinderlabor.

Hannah Appel aus Nothfelden ist eine von acht Schülern aus Hessen, die jetzt am Erfinderlabor teilnahmen. Beworben hatten sich 178 Jugendliche.

Wolfhagen - Plastik ist ein Material, welches besonders günstige Eigenschaften für die tägliche Nutzung aufweist, in Sachen Nachhaltigkeit jedoch ziemlich schlecht abschneidet. „Es müssen also alternative Materialien gefunden werden, die Plastik ablösen können“, sagt die 19-jährige Schülerin der Walter-Lübcke-Schule, Hannah Appel aus Nothfelden.

Mit alternativen Materialien beschäftigte sich Hannah Appel mit ihrer Gruppe im Erfinderlabor, welches unter dem Motto Hochleistungsmaterialien für die Energiewende stand. „In unserem Projekt haben wir schwerpunktmäßig das Aufeinandertreffen von Flüssigkeiten und Feststoff-Materialien untersucht.“ Es wurden die Oberflächenspannungen und die Benetzbarkeit von Materialien analysiert. Hannahs Gruppe wusste allerdings nicht, um welche Materialien es sich handelte. Mithilfe der Analyse zur Oberflächenspannung, konnte die Gruppe herausfinden, dass es sich bei den Flüssigkeiten um Wasser, Cyclohexan und Ethylenglycol gehandelt hat. Die Feststoffe waren Glas, Grafit, Teflon und Papier. Über die Benetzbarkeit fand die Gruppe heraus: „Je ähnlicher die Oberflächenspannungen der aufeinandertreffenden Stoffe, desto besser fällt die Benetzbarkeit aus.“

Das Erfinderlabor hat Hannah das gegeben, was ihr im Schulunterricht manchmal fehlt, nämlich das intensive Eintauchen in ein Thema. In der Schule würden viele Themen nur grob behandelt werden. Häufig fehle die Zeit. „Die Energiewende ist sowieso auch ein Thema, was mich persönlich sehr interessiert, weil es uns alle und unsere Zukunft betrifft“, so Hannah. Für die Schülerin war auch das der Grund, bei dem Erfinderlabor mitzumachen.

Zu dem Erfinderlabor wurde sie von ihrer Mathelehrerin angemeldet. Für die Bewerbung musste das letzte Zeugnis von ihr mitgeschickt werden. Hannah war dann eine von acht Schülern, die eine Zusage bekamen – 178 hatten sich beworben. „Ich habe mich wirklich gefreut, aber hatte auch Respekt vor der Arbeit, die mir dort bevorstehen würde.“ Sie war stolz auf sich, da nur die besten Schüler für das Erfinderlabor ausgesucht wurden. Wegen des Corona-Lockdowns fand die Woche digital statt. „Das war wirklich schade, da wir selbst keine Experimente machen konnten und ich auch nicht die anderen Teilnehmer persönlich kennengelernt habe.“ Die Experimente wurden an der Technischen Universität Darmstadt gemacht. Dennoch bestätigt Hannah, dass es eine spannende Erfahrung war.

Am Ende des Erfinderlabors wurden die Ergebnisse in einem Video vorgestellt. Jede Gruppe bekam für ihre Arbeit ein Feedback. Hannah war mit sich selbst sehr zufrieden, sie habe viel gelernt und konnte Bezüge zum Mathe- und Chemieunterricht feststellen. Hannah Appel macht dieses Jahr ihr Abitur. Dass sie einmal studieren will, steht für sie fest. „Ich könnte mir gut etwas in Richtung Chemie oder Psychologie vorstellen, aber auch Wissenschaftskommunikation ist für mich denkbar.“ Diese Idee ist ihr während des Erfinderlabors gekommen. „Es geht dabei unter anderem darum, Wissenschaft unkompliziert näher an die Leute zu bringen und das finde ich einfach spannend.“

(Lea Beckmann)

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