Experten haben das Wort

Wolfhager Kino „Cinema“ veranstaltet erstes regionales Filmfestival ab dem 2. November

Zwei jüngere Herren sitzen vor einem Vorhang und präsentieren ein Plakat.
+
Ein „regionales Filmfestival“ organisiert haben (von links) Regionalmanager Oliver Sollbach und Kinoinhaber Kai Mellinghoff. Es beginnt am 2. November.

Popcorn, Cola, 3D-Brille: So sieht bei den meisten ein gelungener Kinobesuch aus. In Kai Mellinghoffs Wolfhager Kino „Cinema“ gibt es bald aber auch ein regionales Filmfestival mit Diskussionsrunden.

Wolfhagen – Kai Mellinghoff nutzt sein Haus für weit mehr als unterhaltsame Filmabende. Er organisiert zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Schon lange legt er dabei Wert auf Nachhaltigkeit. In seinem Kino gibt es zum Beispiel keine Plastikbecher. Nun realisiert er mit Hilfe von Oliver Sollbach und Carsten Petry, den Regionalmanagern des Vereins Region Kassel-Land, ein regionales Filmfestival.

Vom 2. bis zum 4. November werden ab jeweils 19.30 Uhr Filme gezeigt, die sich mit den Themen Ernährung, Klimawandel und möglichen Lösungen dazu beschäftigen. Auch an Schüler und Lehrer hat Mellinghoff gedacht: Von Montag bis Freitag gibt er morgens zusätzliche Vorstellungen. Diese sind bereits fast komplett ausgebucht. „Ein toller Erfolg, der zeigt, dass junge Leute an Klima- und Ernährungsthemen interessiert sind“, sagt der Kinobesitzer dazu.

Gäste sollen sehen, wie relevant Klimaprobleme auch in der Region sind

Nicht nur, dass bei den Abendvorstellungen die drei hochwertig produzierten Filme auf die Klimaprobleme der Welt aufmerksam machen, nach dem gezeigten Film tauschen sich jeden Abend Experten aus der Region mit den Besuchern über diese Themen aus. Mellinghoff ist wichtig, dass die Kinobesucher etwas von dem Abend mitnehmen.

„Die Gäste sollen nicht einfach mehr über die Klimaprobleme lernen, sie sollen sie auf unsere Region beziehen“, betont er. Oliver Sollbachs Anliegen ist, dass die Besucher lernen, dass sie für ihre Region verantwortlich sind und bestimmen können, wie sie sich weiterentwickelt.

An jedem der drei Filmfestival-Tage wird ein Film gezeigt. Anschließend kommen jeweils vier Referenten aus verschiedenen Branchen auf die Kinobühne und beziehen die im Film gezeigten Problematiken auf die Region.

Viele Experten im Austausch mit den Besuchern

Am Montag, 2. November, wird der österreichische Film „Bauer unser“ gezeigt, indem es um die wirtschaftlichen, sozialen und strukturellen Aspekte der Landwirtschaft geht. Der Film zeigt sowohl die Probleme kleiner Bio-Bauernhöfe als auch den Druck der Massentierhaltungshöfe, die Jahr für Jahr mehr produzieren müssen, um zu überleben.

Nach dem Dokumentarfilm werden Stefan Frankfurth, Thomas Hofmann, Inhaber von vier Edeka-Märkten, Stefan Itter vom Bio-Bauernhof Eiwels und Sophia Seidel als Vertreterin des Eschenhofes in Altenhasungen als Experten mit den Besuchern in den Austausch gehen.

Am Mittwoch, 3. November, läuft der Film „2040 - Wir retten die Welt!“, in dem die Produzenten den Fokus auf die vielen kleinen Hoffnungsträger legen, die an einer besseren Zukunft arbeiten. Die Bandbreite reicht von modernen Mobilitätskonzepten, Aufforstungen ehemaliger Waldgebiete und CO2-Reduktion bis hin zu einer umweltverträglichen Landwirtschaft.

Am letzten Tag des Filmfestivals zeigt das Wolfhager Kino den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Der französische Aktivist Cyril Dion und die Schauspielerin Mélanie Laurent suchen im Film aus 2015 nach Lösungen, um den Klimaschutz in den kommenden Jahren mehr voranzutreiben.

Info: Der Eintritt kostet 5 Euro je Abend. Im Preis inbegriffen ist eine Apfelsaftschorle vom regionalen Produzenten „Silka“. Tickets unter kino-wolfhagen.de oder unter Tel. 0 56 92 / 99 50 99. (Clara Pinto)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.