Schlechtwetter

Die Freibad-Saison fällt in diesem Jahr ins Wasser

Im Erlebnisbad Habichtswald schwimmen nur wenige Tapfere
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Grauer Himmel: Aufgrund des wechselhaften Wetters im bisherigen Sommer besuchen weniger Menschen das Freibad. Hier im Erlebnisbad Habichtswald schwimmen nur wenige Tapfere.

Die Freibad-Saison ist in den Bädern im Wolfhager Land in vollem Gange. Trotzdem bleiben die Becken vielerorts weitestgehend leer. Liegt es am Wetter oder doch wieder an Corona?

Wolfhager Land – Im Erlebnisbad in Habichtswald lassen sich die geringen Besucherzahlen definitiv auf das Wetter zurückführen, ist sich Andreas Reitmaier, Mitarbeiter des Freibads, sicher. Trotz Corona sei das Bad in der ersten Woche nach der Öffnung fast ausgebucht gewesen.

Gleichzeitig dürfen dort 400 Personen ins Bad. Eine Online-Anmeldung sowie eine Zeitbegrenzung gibt es nicht – „Diese Zahlen, wo das nötig wäre, erreichen wir momentan gar nicht“, sagt Reitmaier. Einen Monat hat das Erlebnisbad noch geöffnet, dann ist die Saison vorbei und die Statistik wird zeigen, wie stark die Freibadsaison wirklich unter dem wechselhaften Wetter gelitten hat.

Wechselhaftes Wetter ist Gift für den Besuch im Freibad

Auch in den Bädern in Naumburg und Heimarshausen, die von der Stadt Naumburg betrieben werden, sind die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, wie Thomas Fingerling von der Stadt Naumburg mitteilt.

„Bis jetzt besuchten rund 2800 Personen das Freibad in Naumburg, in den ersten sieben Wochen der Vorjahres-Saison waren es über 4000. In 2019 (ohne Corona) hatten wir im Juli und August über 7000 Besucher in Naumburg“, sagt Fingerling. Ähnlich sehe es auch in Heimarshausen aus: „Die Zahlen liegen noch unter denen von 2020.“

Auch Fingerling sieht den Grund für die wegbleibenden Besucher beim Wetter. „Ein wechselhaftes Wetter wie in diesem Jahr ist Gift für den Freibadbesuch“, sagt er.

Etwas besser sieht es hingegen im Erlebnisbad Wolfhagen aus, das bereits am 3. Juni geöffnet in die Saison gestartet ist. Zwar ist es wegen der schlechten Wetterlage auch eher ruhig, „aufgrund unseres Wassers kommen die Besucher trotzdem von allen möglichen Orten“, sagt Sven Gulau, Meister für Bäderbetriebe und Leiter des Erlebnisbads Wolfhagen und des Freibads in Niederelsungen.

Nur wer eine Quietscheente hat, darf rein

„Bei uns im Bad sind immer 28 Grad“, sagt er und lacht. Da mache es dann auch nicht viel aus, wenn der Himmel mal bewölkt sei. In den meisten anderen Bädern habe das Wasser laut Gulau meist nur eine Temperatur von um die 24 Grad.

Auch im Vergleich zum vergangenen Jahr sei in diesem Jahr mehr los. „Letztes Jahr hatten wir in Wolfhagen fast 11 000 Besucher, dieses Jahr sind wir schon deutlich darüber hinweg“, sagt der Schwimmmeister.

Corona spielt demnach nur noch bei den Abläufen im Bad eine Rolle: Am Eingang stehen 300 Quietscheenten bereit – jeder Gast gibt eine an der Kasse ab und wenn keine mehr da sind, kommt keiner mehr rein. Außerdem gibt es ein Zeitsystem. Jeweils nach zwei beziehungsweise drei Stunden Badezeit werden die Besucher rausgeschickt, und das Bad wird desinfiziert. Daran hätten sich die Leute erst einmal gewöhnen müssen, so Gulau. (Lea-Sophie Mollus)

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