Corona-Impfung

Die Nachfrage bei Jugendimpfungen ist hoch

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor zwei Wochen, jetzt auch gesunde 12- bis 17-Jährige gegen Corona impfen zu lassen, hat der Impfkampagne neuen Auftrieb gegeben.
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Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor zwei Wochen, jetzt auch gesunde 12- bis 17-Jährige gegen Corona impfen zu lassen, hat der Impfkampagne neuen Auftrieb gegeben.

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor zwei Wochen, jetzt auch gesunde 12- bis 17-Jährige gegen Corona impfen zu lassen, hat der Impfkampagne neuen Auftrieb gegeben.

Wolfhager Land – Die Nachfrage in Arztpraxen ist hoch und könnte nach Schließung des Impfzentrums in Calden weiter steigen. Geimpft werden Kinder in der Region aber schon länger – sowohl im Impfzentrum in Calden als auch in Arztpraxen.

Mittlerweile werden im Impfzentrum des Landkreises 20 bis 30 Kinder und Jugendliche am Tag geimpft, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Zu Beginn seien es mehr gewesen, dann wäre die Zahl gesunken und seit der Empfehlung der Stiko wieder leicht gestiegen. Seit Anfang August bietet der Landkreis die Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bereits an.

Rund 200 junge Patienten geimpft

„Wir versuchen, dass in jeder Schicht ein Kinder- und Jugendarzt da ist, der Eltern berät“, sagt Kühlborn. Auch Unentschlossene fänden immer wieder den Weg nach Calden. „Wer Bedenkzeit braucht, kann auch am nächsten Tag wiederkommen, das ist kein Problem.“

Nicht nur beim Kinderarzt, sondern auch in den Hausarztpraxen boomen die Jugendimpfungen. „Wir haben inzwischen fast alle unserer jungen Patienten durchgeimpft“, so Ralf Wittwer von der Hausarztgemeinschaft Waldeck-Wolfhager Land.

Er schätzt die Zahl auf rund 200 Geimpfte. Sowohl von den Eltern als auch den Jugendlichen müsse ein Einverständnis vorliegen. Der Beratungsaufwand sei natürlich etwas höher.

Die Initiative zur Impfung geht von den jungen Leuten selbst aus

Auch in der Arztpraxis Thielemann werden mehr Jugendliche geimpft. Intensive Aufklärungsgespräche für Eltern und Kinder seien dabei notwendig, erklärt Dr. Matthias Hughes. Die Initiative zur Impfung gehe oft von den jungen Leuten selbst aus, berichten die Ärzte.

Haben die Jugendlichen doch deutliche Erleichterungen, zum Beispiel in der Schule: „Geimpfte und genesene Schüler sind von den drei Tests pro Woche befreit“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule, Katrin Bergmann. (Bea Ricken)

Risiken können besser eingeschätzt werden

Bis vor zwei Wochen empfahl die Ständige Impfkommission (Stiko) für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren noch eine Corona-Impfung nur bei Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe. Mitte August sprach die Stiko dann eine Impfempfehlung für alle 12- bis 17-Jährigen aus, da auf Grundlage neuer Überwachungsdaten, besonders aus den USA, mögliche Risiken für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger eingeschätzt werden können. ewa

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