Storchen-Nachwuchs

Die Weißstörche breiten sich aus: 25 Jungvögel in den Nestern

Fühlen sich wohl am Glockenborn bei Bründersen: Storchennachwuchs hat Hans-Werner Hebeler beobachtet und aufgenommen.
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Fühlen sich wohl am Glockenborn bei Bründersen: Storchennachwuchs hat Hans-Werner Hebeler beobachtet und aufgenommen.

Die zehn Storchenpaare im Kreis Kassel haben im Jahr 2021 insgesamt 25 Jungvögel aufgezogen. Drei neue Horststandorte sind in diesem Jahr dazugekommen.

Wolfhagen/Kreis Kassel – Und zwar in den Hofgeismarer Stadtteilen Hümme und Kelze sowie in Lohfelden. Damit breiten sich die großen Vögel auch im Kreis Kassel weiter aus.

Die beiden Paare im Altkreis Wolfhagen haben sieben Junge großgezogen. 2020 wuchsen dort sechs heran. Im Kreisteil Hofgeismar sind insgesamt zehn Störche aus fünf Horsten ausgeflogen. 2020 wurden an drei Nestern elf Vögel gezählt. Im Altkreis Kassel waren es in diesem Jahr acht Jungvögel. 2020 waren es fünf, sagt Dieter Werner vom Nabu Lohfelden.

Beobachter gehen davon aus, dass sich künftig noch weitere Paare ansiedeln. So werden immer wieder junge Störche beobachtet, die sich neue Reviere suchen und Horste inspizieren. So erwartet Stephan Schmidt, der das Naturschutzgebiet Glockenborn bei Wolfhagen betreut, weitere Paare im Kreisteil Wolfhagen.

Dort stehen sechs Nisthilfen, zwei sind bereits besetzt. Auch im Raum Hofgeismar und im Altkreis Kassel gibt es weitere Nisthilfen für die Tiere.

Im Juli hat Thomas Weiß aus Zierenberg Nachwuchs in mehreren Nestern beringt. Im Altkreis Wolfhagen waren es die sieben Jungvögel, im Kreisteil Kassel zwei in Espenau. Im Altkreis Hofgeismar wurden vier Jungstörche beringt, je zwei in Kelze und Hümme.

In der Stadt Kassel gab es in diesem Jahr den ersten Brutversuch: Ein Paar nistete auf einem Baum in der Karlsaue. Allerdings blieb es letztlich bei dem Versuch. Im Landkreis Kassel brüteten alle Paare auf Nisthilfen, die Naturfreunde in den vergangenen Jahren aufgebaut hatten.

Mit Interesse beobachtet man in Reinhardshagen die weitere Entwicklung. Denn das dortige Paar war das erste, das gemeinsam im Kreis Kassel überwintert hat. Jetzt ist man gespannt, ob Altvögel und Nachwuchs in Richtung Süden fliegen – oder ob sie wieder an der Weser überwintern.

Im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg haben 2021 erstmals drei Paare gebrütet. (Bernd Schünemann)

800 Bruten in Hessen

Im Gegensatz zu vielen anderen Arten ist der Weißstorch eine Erfolgsgeschichte im Naturschutz. Nachdem die Vögel um 1980 in Hessen fast auszusterben drohten, brüten mittlerweile wieder rund 800 Paare – die meisten davon in Südhessen. Von dort breiten sie sich weiter aus und werden in den nächsten Jahren vermutlich weitere Gebiete in Nordhessen besiedeln. Wichtig ist, dass die Tiere im Umfeld ihrer Horste genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden. 

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